Verbrauchertipp

Lieber morgens oder abends - wann sollte man sich duschen?

Bei der Frage nach der richtigen Zeit zum Duschen teilen sich die Meinungen. Ist es also besser, morgens oder abends zu duschen?

  • Jeder Mensch hat zieht eine bestimmte Tageszeit zum Duschen vor.
  • Sollte man am Morgen oder am Abend duschen? Beides hat Vorteile und Nachteile.
  • Experten sagen, dass weniger Duschen die Haut schont

Offenbach - Es gibt Menschen, die duschen lieber morgens, um wach zu werden und frisch in den Tag zu starten. Andere entspannen sich lieber abends unter der Dusche lassen so den Stress des Alltags hinter sich. Doch was ist eigentlich besser? Morgens oder abends duschen? Gibt es überhaupt eine richtige Zeit am Tag zum Duschen? Darauf haben Experten eine klare Antwort.

Duschen ist reine Typsache: Tageszeit spielt eine Rolle

Unser Kreislauf, unsere Muskeln sowie unsere Haut reagieren je nach Tageszeit unterschiedlich auf die Brause. Demnach ist es von Mensch zu Mensch verschieden, wann der richtige Zeitpunkt zum Duschen ist. Für manche gehört die tägliche Dusche zur Alltagsroutine – entweder morgens, um erfrischt in den Tag zu starten oder abends, um nach einem anstrengenden Arbeitstag zu entspannen. Dennoch begehen manche immer wieder beim Duschen gravierende Fehler oder sie vergessen ganz, wichtige Körperteile von Schmutz und Co. zu befreien.

Es gibt viele, die eine warme Dusche am Abend präferieren, da sie dadurch nach einem langen Tag entspannen können und auch den Schmutz nicht mit ins Bett bringen. Andere wiederum nutzen die Dusche am Morgen zum Wachwerden. Besonders für Langschläfer wird die abendliche Reinigung unter der Dusche bevorzugt, da sie somit morgen ausschlafen und Zeit sparen können. Für Frühaufsteher ist eine Dusche am Morgen jedoch kein Problem. Viele duschen sich morgens gerne ab, um wach zu werden und frisch in den Tag zu starten.

Duschen am Morgen: Der Körper bekommt Energie

Neben dem Aspekt des Schlafens, spielen weitere Punkte eine zentrale Rolle bei der Frage, wann man duschen sollte. Kommt man morgens nicht leicht aus dem Bett, ist es für viele klar, abends zu duschen. Doch gerade dann sollte man versuchen ,seinen inneren Schweinehund zu überwinden und morgens unter die kalte Dusche zu springen. Durch den „Frischekick" wird der Kreislauf in Schwung gebracht und der Körper bekommt Energie. Wichtig dabei ist, die Temperatur des Wassers möglichst kühl zu halten, denn dies regt die Blutzirkulation an.

Durch das nächtliche Schwitzen bilden sich Bakterien, die sich auf der Haut und dem Bettlaken ablegen. Eine Dusche am Morgen wird den Schweiß vom Körper weggespült und die Geruchsbildung vorgebeugt. Außerdem wird dazu geraten, die Haare morgens zu waschen. Dadurch kann man die Talg- und Fettablagerungen, die sich in der Nacht auf der Kopfhaut und den Haaren gebildet hat, abwaschen und mit frischen Haaren in den Tag starten.

Duschen am Abend: Entspannung und schnelle Müdigkeit

Eine warme Dusche am Abend bringt den Vorteil, dass man sich leicht von einem langen Tag entspannen kann. Sie löst mögliche Muskelverspannungen und kann Stress abbauen. Die hohe Temperatur des Wassers erhöht die eigene Körpertemperatur und senkt den Blutdruck, da sich die Gefäße weiten. Steigt man anschließend aus der Dusche, wird die Temperatur wieder heruntergefahren. Dies führt dazu, dass man schnell müde wird. Zusätzliche Kerzen und die Dimmung des Lichts fördert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Grundsätzlich sollte man aber nicht zu lange unter der Dusche stehen, da dies schlecht für die Haut sowie die Umwelt ist.

Menschen mit trockener Haut sollten eher abends duschen. Denn über Nacht kann sich der Schutzmantel der Haut leichter generieren, da man keine enge Kleidung trägt. Außerdem können Produkte zur Körperpflege leichter einziehen. Abends ist auch ein guter Zeitpunkt zum Rasieren, da sich die Haut über Nacht beruhigen kann und Rötungen abklingen können.

Empfehlungen zum Duschen: Allergiker sollten lieber abends duschen

Auch für Allergiker ist es nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) besser, abends zu duschen. Allergene wie Pollen oder Tierhaare können dadurch abgespült werden. Auch eine Nasendusche vor dem Schlafengehen wird empfohlen, da diese Niesattacken oder Fließschnupfen lindern könne. Straßenkleidung sollte man nicht mit ins Schlafzimmer bringen. Mögliche Allergene, die sich an den Klamotten befinden, könnten sich sonst in der Luft des Zimmers verteilen.

Wer eine empfindliche oder trockene Haut hat, sollte diese nicht mit zu heißem Wasser strapazieren und lieber mit lauwarmem Wasser duschen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, ohne Duschgel den Körper zu reinigen. Wenn man nur verschwitzt, aber nicht verschmutzt ist, kommt man auch ohne Reinigungsmittel aus, denn das Wasser hat einen „Abspüleffekt“, der den Schweiß einfach vom Körper wäscht. Bei der Körperhygiene sollte man zusätzlich darauf achten, Produkte zu verwenden, die parfümfrei und mild für die Haut sind.

Morgens oder lieber abends - wann sollte man eher duschen?

Experten empfehlen: Weniger duschen ist besser für die Haut

Ein Kompromiss wäre es, zweimal am Tag zu duschen. Dies sollte man allerdings sehr kurz halten. Denn Experten empfehlen, nur insgesamt zehn Minuten am Tag zu duschen. Eine längere Zeit unter der Brause fördert den Abwasch des natürlichen Schutzmantels unserer Haut. Dadurch haben Keime ein leichteres Spiel und man bekommt schneller Reizungen sowie eine trockene Haut. Dermatologen raten sogar, zum Schutz der Haut nur alle zwei bis drei Tage zu duschen.

Ein einfacher Trick zum Reinigen der Dusche

Schmutzige Duschwände soll man mit einem einfachen Trick schnell wieder sauber bekommen. Ablagerungen an den Duschwänden sind keine Seltenheit und die Reinigung dauert oft lange und ist wenig zufriedenstellend. (Von Sarah Winter)

Rubriklistenbild: © dpa/Oliver Berg

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