Freilandhaltung und Co.

Bunte Eier aus dem Supermarkt haben einen wesentlichen Nachteil

Gefärbte Eier aus dem Supermarkt sind zwar beliebt, doch sie haben einen entscheidenden Nachteil. Was Verbraucher beachten müssen.

  • Ostereier gehören an Ostern einfach dazu.
  • Verbraucher sollten beim Kauf von bunten Ostereiern aus dem Supermarkt jedoch einige Dinge beachten.
  • Wer selbst färbt, kann viele natürliche Zutaten nutzen.

Offenbach – Ostereier sind zu Ostern nicht wegzudenken. In vielen Haushalten werden sie selbst bunt gefärbt. Entweder mit aufwendigen Verzierungen oder eben ganz klassisch in nur einer Farbe. Vor allem für Kinder eine schöne und kreative Beschäftigung. Zum selber färben ist jedoch nicht immer Zeit. Wenn es mal schnell gehen muss, landen auch mal die bunten Eier aus dem Supermarkt im Einkaufswagen und anschließend im Osternest. Aber wie gut sind die eigentlich?

Pünktlich vor Ostern werden die Regale in den Supermärkten mit bunten Eiern bestückt. Es gibt sie in allerlei Farben. Teuer sind sie meist auch nicht. Also greifen viele Kunden zu. Entweder für die Ostereiersuche oder eben als schneller Snack für zwischendurch. Den die Eier sind schon hartgekocht und müssen nur noch gepellt werden. Einen Haken gibt es bei der Sache jedoch.

Bunte Eier finden sich häufig in den Regalen der Supermärkte. Kunden sollten sich vor dem Kauf jedoch Gedanken machen. (Symbolbild)

Bunte Eier im Supermarkt kaufen oder doch lieber selbst färben?

Bei bunten vorgekochten Eiern gelten nämlich nicht die gleichen Kennzeichnungsregelungen wie bei rohen Eiern. Frische Eier müssen klar deklariert werden. Mit Hinweisen zu Herkunft, Haltung und eben der Haltbarkeit. Gerade die Haltung von Legehennen wird für Verbraucher immer wichtiger. Die muss jedoch bei bunten Ostereiern aus dem Supermarkt nicht draufstehen, genauso wenig wie die Herkunft. Denn die strenge und genaue Kennzeichnungspflicht gilt eben nicht für gekochte Eier.

Gestempelte Zifferncode (frische Eier)Bedeutung
0 am AnfangHerkunft aus ökologischer Erzeugung
1 am Anfang Freilandhaltung
2 am Anfang Bodenhaltung
3 am Anfang Käfighaltung
(Quelle: verbraucherzentrale.de)

„Bunte Eier gelten als ‚verarbeitetes Eiprodukt‘ und müssen nicht gekennzeichnet werden“, heißt es in einem Bericht von Öko-Test. Sprich: Kunden erkennen nicht immer, ob das Ei aus Freiland-, Boden- oder Käfighaltung stammt. Nur MindesthaltbarkeitsdatumStückzahl, Name und Anschrift des Anbieters müssen auf der Packung stehen. Außerdem die Farbstoffe, die verwendet wurden. Bei bunten Ostereiern, die lose verkauft werden, wie zum Beispiel auf Wochenmärkten sind die Kennzeichnungen noch minimalistischer. Hier reicht es auch aus, wenn Mindesthaltbarkeitsdatum und der Hinweis auf Farbstoffe auf einem Schild neben den Eiern steht. „Gefärbte Eier im Handel ohne Nennung des Mindesthaltbarkeitsdatums besser nicht kaufen“, schreibt die „verbraucherzentrale.de“.

Ostereier lieber selbst färben – Nicht immer Hinweis zu Herkunft und Haltung

Ob Kunden nun bunte Ostereier von glücklichen Hühnern in den Händen halten, lässt sich also nicht immer erkennen. Viele stammen aus Käfig- oder Bodenhaltung. Immer öfter wird die Angabe zu Haltung und Herkunft bei den Eiern zwar gemacht, wie „verbraucherzentrale.de“ schreibt. Es ist jedoch keine Pflicht. Wer diesen freiwilligen Zusatz also nicht auf der Packung findet und lieber Eier aus artgerechter Tierhaltung kaufen will, sollte selbst färben.

Wer trotzdem zu den bunten Ostereiern aus dem Supermarkt greift, sollte wenigstens darauf achten, dass die Schale keine Risse hat. Den durch die können Keime ins Innere gelangen. Vor dem Verzehr der Eier ist es außerdem sinnvoll seine Nase einzusetzen. Riecht das Ei komisch, gehört es eher in den Müll. Weniger bedenklich ist eine komische Farbe des Eidotters. Denn bei langen Kochzeiten kann es sich blau-grünlich verfärben, essen können Verbraucher solche Eier trotzdem. Um die Eier länger Haltbar zu machen, empfiehlt es sich zudem sie im Kühlschrank aufzubewahren.

Ostereier natürlich färben: Mit Kurkuma oder Kaffee zu bunten Ostereiern

Menschen, die selbst zu Pinsel und Farbe greifen wollen, um Ostereier zu bemalen*, können dafür auch natürliche Lebensmittel oder Gewürze nutzen. Öko-Test empfiehlt für Gelb zum Beispiel Kurkuma oder Kamilleblüten und Karotten oder deren Schalen für Orange. Wer rote Ostereier mag, kann Rote Beete nutzen bei Grün klappt es mit Spinat, Petersilie, Brennnessel, Grüner Tee oder Mate-Tee. Kaffee kann genutzt werden, um die Eier braun zu färben. Heidelbeeren machen sie blau und lila. (svw) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann

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