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Ekel-Alarm in Bad und Schlafzimmer: So oft müssen Zahnbürste, Handtücher und Co. wirklich gewechselt werden

Obwohl wir sie täglich benutzen, vergessen viele, sie regelmäßig zu wechseln. Das ist nicht nur unhygienisch, sondern kann sogar zu Infektionen führen. Lesen Sie hier, wie oft Sie Zahnbürste, Bettwäsche und Handtücher wechseln sollten.

  • Viele unserer alltäglichen Gegenstände benutzen wir deutlich länger, als Experten empfehlen.
  • Vor allem auf Zahnbürste, Handtüchern, Bettwäsche und Putzlappen können Keime entstehen.
  • So oft sollten Sie die Gegenstände wechseln, um nicht krank zu werden.

Offenbach - Wir haben sie täglich in Gebrauch: Unsere Zahnbürste, Handtücher, Putzlappen und Bettwäsche. Wie oft sie aber gewechselt werden müssen, wissen die wenigsten. Häufig werden die alltäglichen Gegenstände sogar so lange verwendet, bis sich Keime bilden, die im schlimmsten Fall gesundheitliche Auswirkungen haben können.

Vor allem bei Zahnbürsten gehen die Meinungen auseinander und einige verwenden sie, bis ihre ursprüngliche Form und Farbe durch die abgenutzten und abstehenden Borsten kaum noch zu erkennen ist. Die Zahnärztekammer Nordrhein empfiehlt, die Zahnbürste mindestens alle zwei Monate durch eine neue zu ersetzen – egal ob manuelle oder elektrische Zahnbürste.

Keime auf der Zahnbürste: Mindestens zwei Monate sollten Sie sie wechseln

Nach dieser Zeit sind die Borsten der Zahnbürste abgenutzt, sodass sie Ihre Zähne nicht mehr ordentlich reinigen. Die Zwei-Monats-Regel gilt aber nicht, wenn sie in der Zeit eine Erkältung oder einen anderen Infekt hatten. Dann sollten Sie, sobald Sie wieder gesund sind, sofort eine neue Zahnbürste verwenden. Denn es haben sich möglicherweise sich Krankheitserreger auf den Borsten gesammelt, die sie erneut krank machen könnten. Doch auch während der zwei Monate sollten Sie auf die richtige Pflege der Zahnbürste achten, sodass keine Keime entstehen können.

Vor allem das Abspülen mit heißem Wasser nach dem Putzen kann hilfreich sein, indem so Speichel- oder Zahnpastareste beseitigt werden. Für eine besonders gründliche Reinigung können Sie die Zahnbürste auch in speziellen Reinigungstabs aus der Drogerie einlegen. Doch nicht nur die Zahnbürste kann zur regelrechten Keimschleuder werden: Auch an das Wechseln der Handtücher sollten Sie regelmäßig denken.

Handtücher mit Keimen verschmutzt: So können Sie einer Infektion vorbeugen

Laut einer Studie der Universität Arizona kommen Handtücher, die sich im Bad befinden und nach dem Toilettengang benutzt werden, ständig in Kontakt mit Fäkalbakterien – vor allem, wenn mehrere Personen dasselbe Handtuch benutzen. Dem Mikrobiologe Charles Gerba zufolge sollen ganze 90 Prozent der im Rahmen der Studie getesteten Handtücher mit den Bakterien verseucht sein. Wer das Handtuch dann auch noch zum Abtrocknen des Gesichts verwendet, läuft Gefahr, sich durch die Keime eine schlimme Infektion einzufangen.

Um das zu verhindern, sollten Sie Handtücher mindestens alle drei Tage mit 60 Grad waschen – so können die Bakterien abgetötet werden. Doch neben Handtüchern und Zahnbürsten ist auch das Wechseln der Bettwäsche besonders wichtig – auch wenn dieses von vielen als besonders lästig empfunden wird, da es etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, als nur schnell ein neues Handtuch aufzuhängen.

Spülschwämme: Feuchtigkeit und Wärme mögen Keime besonders gerne

Doch da wir während dem Schlafen sehr viel schwitzen – mindestens einen Liter pro Nacht – kann die Bettwäsche feucht und somit zum perfekten Lebensraum für Keime werden. Matratzenratgeber empfiehlen daher, die Bettbezüge und das Laken mindestens einmal die Woche auszutauschen. Aber auch Decke und Kissen saugen während dem Schlafen Ihren Schweiß auf. Daher sollte Sie diese etwa alle zwei bis drei Jahre in der Waschmaschine reinigen.

Neben Zahnbürste, Handtüchern und Bettwäsche gehören vor allem Putzlappen und -schwämme zu gemeinen Keimfängern. Da sie ständig feucht und warm sind und Essensreste an ihnen haften, fühlen sich Keime dort besonders wohl. Forscher der Hochschule Furtwangen untersuchten Spülschwämme aus verschiedenen Haushalten und stellten eine Vielzahl an krankheitserregenden Bakterien fest. Um sich vor diesen zu schützen gilt: Mindestens einmal die Woche tauschen oder in der Waschmaschine waschen. (tt)

Nicht nur Keime fühlen sich in feuchten Umgebungen wohl: In manchen Haushalten leben Silberfische im Bad und im Keller. Mit diesem Tipps werden Sie sie los.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke

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