Heilmittel, Schlankmacher und Pflegeprodukt

Honig: Der Alleskönner gehört in jeden Haushalt

Flüssiger Honig wird mit einem Löffel aus dem Glas genommen.
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Honig ist ein echtes Wundermittel (Symbolbild).

Ob zur Hautpflege, als Heilmittel oder zum Abnehmen – Honig ist gesund und ein echter Alleskönner. Deshalb lohnt es sich, immer welchen im Haus zu haben.

  • Honig ist ein beliebtes Hausmittel.
  • Er kommt bei Erkältungen und als Pflegeprodukt zum Einsatz.
  • Honig gehört deshalb nicht nur auf den Frühstückstisch.

Offenbach – Honig hilft in jeder Lebenslage: Er lindert Husten und Halsschmerzen und stärkt das Immunsystem. Aber auch als Schlankmacher und als Pflegeprodukt für Haut und Haar wird Honig gerne eingesetzt. Wir erklären, weshalb Sie immer welchen im Haus haben sollten.

Honig bei Erkältungen

Die kalte Jahreszeit bricht an und schon hat man sich eine Erkältung eingefangen. Honig ist dabei ein altbewährtes Hausmittel. Er lindert Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit. Schon seit Jahrhunderten setzen Menschen auf seine Wirksamkeit. Aufgelöst in heißem Tee, warmer Milch oder pur auf dem Löffel lässt sich das süße Wundermittel leicht einnehmen und schmeckt sogar gut.

Honig wirkt aber nicht nur lindernd bei kratzendem Hals und trockenen Schleimhäuten: Ihm wird auch eine antiseptische, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Aber: Honig ist und bleibt ein Lebensmittel und kein Medikament. Trotzdem soll Honig bei Husten sogar besser wirken als so manches gängige Arzneimittel, wie Forscher von der Pennsylvania State University in Hershey in den USA 2007 in einer Studie mit 105 hustenden Kindern herausfanden.

Achtung: Honig ist nichts für Babys

Aber Vorsicht – so gesund Honig auch für Kinder und Erwachsene sein mag: Babys unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen. Das Naturprodukt kann bestimmte Toxine enthalten, die für Kleinkinder ab einem Jahr und Erwachsene zwar ungefährlich sind, weil sie problemlos verdaut werden. Bei Säuglingen können sie aber – wenn auch in seltenen Fällen – zu Säuglingsbotulismus führen. Bei dieser Krankheit kann es laut einem Ratgeber-Beitrag des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Lähmungserscheinungen der Muskulatur kommen, in schweren Fällen können Schluck- und Atemprobleme auftreten.

Honig-Rezept zur Stärkung des Immunsystems

Es gibt etliche einfache Rezepte mit Honig, die das Immunsystem stärken. Wir haben ein besonders leckeres ausgewählt:

  • Golden Milk – für eine Portion
  • 300 ml Milch (vegane Variante: Hafer- oder Mandeldrink)
  • 1 cm frischer Ingwer
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 TL Honig

Und so geht's: Milch erwärmen, aber nicht kochen. Ingwer fein würfeln und dazugeben. Kurkuma und Zimt dazugeben. Zum Schluss mit Honig süßen. Durch ein Sieb gießen, aufschäumen und genießen. Kühle Alternative: Orangensaft statt Milch benutzen, nicht erwärmen, sondern alles im Mixer vermischen.

Honig zur Hautpflege

Honig hat sich längst in der Schönheits- und Körperpflege etabliert. Auch wenn Honig nicht direkt Hautunreinheiten heilen kann, so wirkt er doch antibakteriell, pilzhemmend und feuchtigkeitsspendend. Deswegen soll Honig auch gegen unreine und trockene Haut helfen und eine beruhigende Wirkung haben. Pur auf spröde Lippen aufgetragen, wirkt Honig als Lippenbalsam. Wir haben weitere Pflegetipps zusammengestellt:

  • Honig bei akuten Pickeln: Honig mit einem Wattestäbchen punktuell auf die betroffenen Stellen auftragen, circa 15 Minuten einwirken lassen und mit warmen Wasser abwaschen. Der Honig soll desinfizierend und entzündungshemmend wirken sowie die Rötungen lindern.
  • Honig-Quark-Maske: Feuchtigkeitsspendend und pflegend wirkt die Honig-Quark-Maske. Dazu einfach jeweils zwei Esslöffel Honig und Speisequark mit zwei Teelöffeln Olivenöl mischen. 15 bis 20 Minuten auf dem Gesicht und Dekolleté einwirken lassen. Gründlich mit warmen Wasser abspülen.
  • Honig-Peeling: Etwas Honig mit Meersalz mischen und sanft in die Haut einmassieren. Gut abspülen. Durch das Salz hat die Mischung einen Peeling-Effekt: Abgestorbene Hautschüppchen und überschüssiger Talg werden entfernt, die Haut wird weicher und gut durchblutet. Bei empfindlicher Haut kann das Salz weggelassen und dafür etwas gröberer Honig pur verwendet werden – wenn der Honig im Glas zum Beispiel schon Kristalle gebildet hat.

Honig für die Haare

Honig soll auch für die Haare eine wahre Wunderwaffe sein: Er pflegt, stärkt, spendet Feuchtigkeit und sorgt für Geschmeidigkeit. Durch die antibakterielle Wirkung reinigt er sogar die Kopfhaut und gilt als wirksames Mittel gegen Schuppen. Er soll sogar als Geheimzutat gegen Haarausfall und für Haarwachstum helfen, wie die Beauty-Webseite „Elle“ berichtet. Wir haben einige Rezepte für selbstgemachte Honig-Haarkuren zusammengestellt:

  • Pflege und Geschmeidigkeit: Ein paar Löffel Honig mit einem Schuss Olivenöl zu einer Paste vermengen und erwärmen. Die Mischung im feuchten Haar verteilen, mit einer Duschhaube abdecken und 30 Minuten einwirken lassen. Gründlich ausspülen.
  • Glanz: Fünf Esslöffel Honig mit zwei Tassen Wasser mischen und auf das gewaschene Haar auftragen. Mit einer Duschhaube 30 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich ausspülen.
  • Haarwachstum: Zwei Esslöffel Honig, einen Esslöffel Kokosnussöl und einen Esslöffel Pfefferminzöl mischen. Auf das trockene oder nasse Haar auftragen. Kurz einwirken lassen und mit mit Wasser verdünntem Apfelessig ausspülen. Anschließend eine kleine Menge Conditioner einmassieren.

Sollte das Haar nach den Anwendungen noch etwas kleben, erneut mit Wasser ausspülen. Honig lässt sich auch gut mit der Haarspülung mischen, die Sie ohnehin verwenden.

Honig zur Unterstützung der Wundbehandlung

Sogar zur Wundbehandlung kann Honig verwendet werden. Durch seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung wird ihm eine gute Wundheilung nachgesagt. Er schützt die Wunde, reinigt und heilt. Das gilt unter anderem auch für Wunden nach Operationen oder bei Verbrennungen. Der Honig entzieht Keimen Wasser, hält die Wunde feucht und wirkt wie eine Schranke gegen neue Bakterien.

Doch setzt man bei der Wundbehandlung nicht etwa auf handelsüblichen Honig, sondern auf speziellen medizinischen Honig, wie die „Apotheken Umschau“ empfiehlt. Anerkannter Wundhonig ist zum Beispiel der neuseeländische Manuka-Honig, der eine außergewöhnlich starke antibakterielle und heilungsfördernde Wirkung haben soll. Dieser soll sich auch positiv auf das Immunsystem auswirken.

Honig zum Abnehmen

Honig wird zwar keine direkte Abnehm-Wirkung nachgesagt, jedoch gibt es Studien, nach denen die Probanden während einer Honig-Kur oder bei regelmäßigem Verzehr von Honig ein paar Kilos verloren haben. Der Grund dafür ist einfach: Honig besteht aus natürlichem Zucker, der den Blutzuckerspiegel kontinuierlich ansteigen lässt, statt ihn in die Höhe schießen zu lassen.

Die Folge ist weniger Heißhunger durch eine geringere Insulinausschüttung und einen konstanteren Blutzuckerspiegel. Denn ein ansteigender Insulinspiegel fördert den Appetit. Durch die eigene natürliche Süße soll sich auch das Naschverhalten ändern – ganz ohne Diät und auf jeden Fall gesünder als so manche Abnehmpille.

Das Fitness-Magazin „Fit-for-Fun“ empfiehlt zum Beispiel Honigwasser als Schlankmacher. Dort wird empfohlen, einen Teelöffel Honig in einem Glas lauwarmen Wasser aufzulösen und morgens vor dem Frühstück zu trinken. Auch die Kombination Zimt und Honig soll beim Abnehmen helfen, indem es den Stoffwechsel in Schwung bringt, heißt es in einem Praxisbeitrag von „Focus“. Hier geht die positive Wirkung ebenfalls auf die Senkung des Insulinspiegels zurück. Die Kombi wird als warmes Getränk aufgelöst in Wasser empfohlen. Wer nun Appetit auf Honig bekommen hat, findet bei unserem Honig-Check die Testsieger. (Von Jessica Sippel)

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