Sommer-Reisen

Urlaub in Italien trotz Corona: Regeln, Einreise, Testpflicht – Das sollten Touristen beachten

Venedig, Italien
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Entspannte Atmosphäre in Venedig: Ist Urlaub in Italien trotz Corona möglich?

Trotz Coronavirus ist Italien ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Doch welche Corona-Regeln gelten aktuell beim Urlaub? Alles Wichtige für Touristen.

Offenbach/Rom – „La Dolce Vita“ – was für viele eine Sehnsucht im Sommerurlaub ist, ist für die Italiener ein Lebensmotto. Doch gerade zu Beginn der Corona-Pandemie hat es das Land mit dem Grundriss eines Stiefels hart getroffen. Besonders in der Region Bergamo verloren viele Menschen ihr Leben, als das Virus noch unbekannt und das Gesundheitssystem nicht vorbereitet war.

Mittlerweile hat sich die Lage in Italien deutlich entspannt. Auch für Urlauber ist es in diesem Sommer wieder möglich, nach Rom, Mailand, Florenz, Vendig oder in die Ferienregionen am Gardasee, an der Adria und dem Mittelmeer zu reisen. Das Auswärtige Amt rät derzeit nicht explizit von Reisen nach Italien ab. Seit 06.06.2021 stuft die Bundesregierung Italien nicht mehr als Risikogebiet ein.

Italien-Urlaub trotz Corona: Einreise aus Deutschland ohne Quarantänepflicht

Dennoch ist die Corona-Pandemie auch in Italien noch nicht vollständig überwunden. Weiterhin gibt es für Urlauber und Touristen einige Regeln bei der Ein- und Ausreise sowie beim Aufenthalt in Italien zu beachten.

Bei der Einreise gilt derzeit für Urlauber aus Deutschland und anderen Länder der Europäischen Union keine Quarantänepflicht. Eine Anmeldung ist vor der Einreise dennoch über ein Online-Formular notwendig. Zudem muss bei der Einreise über den Land-, Schienen- oder Luftweg digital eine der drei folgenden Möglichkeiten nachgewiesen werden:

  • Ein negatives Testergebnis (PCR oder Antigentest, nicht älter als 48 Stunden, Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen)
  • Vollständig abgeschlossene Impfung (14 Tage nach Zweitimpfung)
  • Nachweis einer Genesung von Covid-19

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Einreisende, die keine der drei Optionen nachweisen können, müssen sich selbstständig für zehn Tage isolieren und am Ende der Quarantäne einen negativen Corona-Test vorweisen. „Grenzgänger aus beruflichen Gründen, Berufspendler, Schüler, Studenten und Reisende aus dringenden gesundheitlichen Gründen für Aufenthalte bis zu 120 Stunden sind hiervon ausgenommen“, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Homepage.

In Italien gilt weiterhin der gesundheitliche Notstand. Das italienische Gesundheitsministerium informiert mit einer interaktiven Karte über die derzeitige epidemiologische Lage in den einzelnen Regionen und autonomen Provinzen. Wer geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet ist, darf sich während des Urlaubs in Italien uneingeschränkt im Land bewegen. Andererseits können je nach Einstufung Beschränkungen bei der Reise in bestimmte Regionen gelten.

Folgende Corona-Regeln gelten derzeit in Italien:

  • Maskenpflicht im öffentlichen Raum, sofern Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • Maskenpflicht in geschlossenen Räumen (Kinder unter 6 Jahren ausgenommen), an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Hände desinfizieren beim Zutritt an vielen öffentlichen Gebäuden
  • In Fahrzeugen dürfen bis zu fünf Personen aus einem Haushalt ohne Maskenpflicht fahren – aus unterschiedlichen Haushalten maximal drei Personen mit Maskenpflicht
  • Restaurants, Bars, Museen und Schwimmbäder sind geöffnet, ab dem 6. August aber unter folgenden Auflagen: Einfacher Impfnachweis, negativer Corona-Test oder Genesungsnachweis notwendig
  • An Strandbädern kann eine Anmeldung verlangt und Fieber gemessen werden, 1,50 m Abstand ist einzuhalten und in Strandbars gilt Maskenpflicht
  • Keine Ausgangssperre

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Urlaub in Italien: Die Risikozonen der verschiedenen Regionen

Desweitern ist zu beachten, dass italienische Regionen je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen eingeteilt werden, in denen zusätzliche Auflagen gelten. Derzeit sind allerdings, bis auf wenige Ausnahmen, sämtliche Regionen Italiens als niedrigste (weiße) Risikozone eingestuft.

  • In gelben Zonen (Apulien, Umbrien) dürfen die Außenbereiche der Restaurants und Bars für Gäste öffnen. Auch Museen und Ausstellungen dürfen Besucher empfangen.
  • In orangen Zonen sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. In Restaurants und Bars dürfen Gäste nicht am Tisch bedient werden, erlaubt ist nur zeitweiser Außer-Haus-Verkauf. Hier und auch in den gelben Zonen dürfen Hotels aber grundsätzlich Übernachtungsgäste empfangen. 
  • In roten Zonen dürfen die Menschen ihre Wohnungen lediglich aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen verlassen. Die Ein- und Ausreise ist grundsätzlich verboten. Darüber hinaus werden alle Geschäfte, die keine lebenswichtigen Produkte anbieten, geschlossen. Dies gilt auch für Restaurants und Bars. Hotels dürfen keine Touristen aufnehmen, sondern nur Geschäftsreisende.

Urlaub in Italien: Nachweise bei Rückreise nach Deutschland notwendig

An einigen Badestränden kann unter Umständen ein negativer Corona-Test oder eine Fiebermessung verlangt werden. Am Strand ist zudem der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen verschiedenen Haushalten einzuhalten. In Bars gilt die Maskenpflicht.

Seit dem 1. August gilt für alle Reiserückkehrer, unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist, dass man einen der folgenden Nachweise bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können muss:

  • Einen aktuellen Corona-Test
  • Nachweis einer vollständigen Impfung
  • Genesenen-Nachweis

Antigen-Tests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein, PCR-Tests dürfen frühestens 72 Stunden vor der Einreise nach Deutschland gemacht werden. Geimpfte und Genesene müssen sich nicht testen lassen. Sie brauchen allerdings einen Nachweis über ihre vollständige Impfung oder ihre Genesung vom Coronavirus. Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen. (esa)

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