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Knoblauch: So werden Sie die lästige Knobi-Fahne wieder los

Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
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Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor (Symbolbild).

Knoblauch verleiht Gerichten die richtige Würze, hat aber auch fiese Folgen. Viele Hausmittel wirken gegen die Knobi-Fahne – ein kaum bekannter Trick hilft aber besonders gut.

  • Knoblauch gibt vielen Gericht erst eine charakteristische und leckere Würze
  • Aber: Wer Knoblauch isst, muss üblen Mundgeruch befürchten
  • Ein paar einfach Hausmittel helfen, den Knobi-Geruch loszuwerden – oder ihm effektiv vorzubeugen

Offenbach - Von Tsatsiki über Bruschetta bis zu Gai Pad Prik: Knoblauch ist aus vielen Gerichten nicht wegzudenken. Was aus dem Genuss der würzigen Zehen folgt, weiß deshalb fast jeder: Übler Mundgeruch. Wer in der Küche nicht auf Knoblauch verzichten will, oder im Döner-Imbiss* bei der Frage „Mit Knobi?" nicht zügig schaltet, der muss sich danach schnell fragen: Wie werde ich die Knoblauch-Fahne wieder los? In extremen Fällen bleibt die dem Feinschmecker nämlich auch länger als einen Tag erhalten. Neben ein paar simplen Tricks hilft vor allem eine vorbeugende Maßnahme Wunder gegen Knobi-Mief. Sie kennt jedoch kaum jemand.

Knoblauch: Geruch loswerden? Wo der Gestank herkommt und wie er weggeht

Eigentlich lässt das würzige Aroma von frischem Knoblauch, der in der Pfanne schmort, am Herd ja erst das richtige Ambiente aufkommen. Problematisch wird es erst nach dem Verzehr, denn der störende Geruch bildet sich allein in unserem Körpern. Einer der Inhaltsstoffe der Zehen ist Allicin, eine schwefelhaltige Aminosäure. Wird diese in Magen und Darm zersetzt, verteilt sich die Substanz über das Blut im ganzen Körper. Über Atemwege und Haut sondert sich dann der charakteristische Knoblauch-Gestank ab, der aufgrund unterschiedlicher genetischer Voreinstellungen übrigens bei jedem ein wenig anders riecht.

Die Hausmittel, die dem Knoblauch-Geruch entgegenwirken sollen, sind bestens bekannt. Zu ihnen zählen:

  • Kräuter wie Petersilie, Salbei oder Minze. Ihre ätherischen Öle sollen Mundgeruch vertreiben. Wer das Grünzeug nicht pur knabbern will, greift am besten zum Kaugummi. Allerdings: Eine Studie der Ohio State University hat herausgefunden, dass rohe Minz-Blätter am besten gegen die Knobi-Fahne wirken. Fast genauso gut helfen demnach übrigens roher Salat und rohe Äpfel.
  • Milch zur Mahlzeit zu trinken, soll dem Knoblauch-Geruch vorbeugen. Geruchs-Übeltäter Allicin ist nämlich fettlöslich. Der Trick ist es, die Flüssigkeit bei jedem Schluck einen Moment im Mund zu behalten.
  • Kardamom, Kaffeebohnen, Ingwer – auf ihnen nach dem Essen bis zu zehn Minuten herumzukauen, soll die Knoblauch-Ausdünstungen ebenfalls verringern. Die Wirkung ist allerdings nur vorübergehend.

Knoblauch-Geruch: Nach dem Essen ist es meist schon zu spät

Schon Großmutter wusste aber: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das gilt auch beim Kochen mit Knoblauch. Zwar soll Knoblauch dank des Allicin gut für die Gesundheit sein, weil es etwa hilft, Viren abzuwehren, und Herzerkrankungen vorbeugt – aber weder beim Vorstellungsgespräch noch beim ersten Date zählt das als gutes Argument für Mundgeruch. Ist dieser nämlich erstmal da, ist es dauerhaft kaum möglich, gegen ihn anzukommen. Auch die besten Hausmitteln helfen nur vorübergehend.

Vorbeugen kann man diesem Unglück mit Gurkenwasser. In Gurken stecken nämlich geruchneutralisierende Wirkstoffe, sogenannte Phytochemikalien. Der Trick ist es, das Wasser, das die Gurken beim Schneiden absondern, aufzufangen und dann die zerkleinerte Knoblauch-Zehe kurz darin einzulegen. Diese behält zwar ihren Geschmack, der Geruch wird aber reduziert. Besonders beim Tsatsiki, in dessen Rezept Gurke sowieso drinsteckt, bietet sich der Trick an. Darauf schwört auch Profi-Koch Peter Asch, der diesen Tipp in der „Apotheken Umschau“ verriet. Übrigens: Am meisten Allicin findet sich im Kern der Knoblauch-Zehe: Diesen vor der Verarbeitung zu entfernen, beugt also ebenfalls dem Geruch vor.

Knoblauch lagern: Auf keinen Fall im Kühlschrank

Dass Knoblauch nicht in den Kühlschrank gehört, weil es dort zu feucht ist, weiß fast jeder. Bei vielen anderen Lebensmitteln ist die Lage aber nicht so klar, wie bei der Gewürzpflanze. Wir verraten, was in den Kühlschrank gehört und was nicht. (ag,*op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks)

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