Verbrauchertipp

Von Kartoffeln, Gurken bis Äpfel: So bleibt Obst und Gemüse im Kühlschrank frisch

Viele Obst- und Gemüsesorten verderben zu schnell im Kühlschrank. Doch was kann man dagegen machen? Kartoffeln, Gurken und Äpfel unterscheiden sich nämlich.

  • Obst und Gemüse verdirbt schnell im Kühlschrank.
  • Es gibt Kleinigkeiten, die über die Haltbarkeit entscheiden.
  • So sieht es bei Kartoffeln, Gurken & Co aus.

Offenbach - Der Kühlschrank hat für die Lagerung von Obst und Gemüse ein spezielles Fach. Obwohl die meisten Menschen in diesem Gemüsefach ihre Lebensmittel bei richtiger Temperatur lagern, wird das Essen dort oft schnell schlecht oder verliert seinen eigentlichen Geschmack. Doch was kann man dagegen machen?

Obst und Gemüse im Kühlschrank: Die richtige Lagerung

Viele Menschen bewahren nach dem Einkauf ihre Lebensmittel im Kühlschrank auf. Für die Richtige Lagerung von Obst und Gemüse ist es wichtig zu wissen, welche Sorten überhaupt bei kühlen Temperaturen aufbewahrt werden dürfen. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erklärt, dass viele Gemüse- und Obstsorten durch die Zeit im Kühlschrank ihre Aromen verlieren, schnell verderben oder andere Sorten verderben lassen. Zum Beispiel Tomaten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie dort schneller wässrig und schrumpelig werden. Welches Gemüse und Obst darf man also im Kühlschrank lagern und welches nicht? Aufschluss darüber gibt der Tweet der Verbraucherzentrale:

Lagerung von Obst und Gemüse im Kühlschrank: Grund für schnelles Verderben

Das verschiedene Obst- und Gemüsesorten im Kühlschrank oft schlecht werden und verschimmeln, kennt jeder. Eine Ursache für das schnelle Verderben ist die Feuchtigkeit mancher Lebensmittel, die nach einiger Zeit abgegeben wird. Das Kondenswasser sammelt sich dann am Boden des Gemüsefachs. Das ungeschützte Obst und Gemüse liegt somit in der Wasserlache. Durch eine matschige Oberfläche entsteht Schimmel und die Lebensmittel müssen weggeworfen werden.

Es gibt zudem einige Sorten an Obst und Gemüse, die nach kurzer Zeit das Reifegas Ethylen ausstoßen, wie zum Beispiel Zwetschgen und Pflaumen. Diese sollte man getrennt im Kühlschrank aufbewahren, denn durch das Gas altern andere Lebensmittel schneller und verderben. Besonders ethylen-anfällig sind Gemüsesorten wie Brokkoli, Avocado und Blumenkohl. Blattgemüse, Lauch und Pilze dagegen sind nicht anfällig für das Reifegas.

Obst und Gemüse im Kühlschrank: Tipps zur richtigen Lagerung

Bei der Lagerung von Obst und Gemüse im Kühlschrank sollte man zuerst auf die Hygiene im Kühlschrank, besonders im Gemüsefach, achten. Durch Pflanzenreste können sich Mikroorganismen besonders gut vermehren, weshalb der Kühlschrank regelmäßig gereinigt werden sollte. Dazu eignet sich am besten Wasser mit Reinigungsmitteln oder ein Schuss Essigessenz (Hausmittel gegen Schimmel).

Welche Gemüse- und Obstsorten dürfen im Kühlschrank aufbewahrt werden? (Symbolbild)

Schon beim Einkauf sollte man die Lebensmittel kontrollieren und zudem überprüfen, ob die Verpackungen unversehrt sind. Um das Kondenswasser von Obst und Gemüse aufzufangen, eignet sich Küchenpapier. Dieses einfach am Boden des Gemüsefachs auslegen, regelmäßig überprüfen und austauschen. Das Papier saugt die Feuchtigkeit auf und somit bleiben die Gemüse- und Obstsorten länger frisch.

Lagerung von Obst und Gemüse im Kühlschrank: Diese Sorten können in das Gemüsefach

Nach Angaben der Strategie „Zu gut für die Tonne" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gilt bei der Lagerung von Obst und Gemüse die Faustregel: Heimisches kann kühl gelagert werden, Exotisches gehört nicht in den Kühlschrank.

Kühlschrank
GemüseArtischocken, Blattgemüse, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivie, Erbsen, Gewürzkräuter, (kein Basilikum), grüne Bohnen, Lauchzwiebeln, Kohl, Lauch, Möhren, Pilze, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Salat, Salatmischungen, Sellerie, Spargel, Spinat, Süßmais
ObstÄpfel (länger als 7 Tage), Aprikosen, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Trauben

Einige Obst- und Gemüsesorten halten sich besser bei Raumtemperatur. Aufgrund ihres hohen Wassergehalts, werden bestimmte Sorten im Kühlschrank schneller weich oder matschig. Diese Sorten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden:

  • Aubergine, Gurke, Ingwer, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Paprika, Tomaten, Zucchini
  • Basilikum (Bundware, in Wasser gestellt)
  • Ananas, Apfel (weniger als 7 Tage), Banane, Grapefruit, Mandarine, Mango, Orange, Papaya, Melone, Wassermelone, Zitrusfrüchte

Obstsorten wie Birnen können kurzfristig kühl gelagert werden, da sie so ihr Aroma entwickeln. Anschließend sollte man sie dennoch außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Viele Beeren eignen sich zum gut Einfrieren. Zitrusfrüchte können nur bei Raumtemperatur ihre Aromen entfalten. Wasserarme Gemüsesorten mit einer festen Zellstruktur wie Kohl, Sellerie, Porree und Möhren fühlen sich im Keller am wohlsten. Bei Kartoffel, Knoblauch und Zwiebeln wird empfohlen, diese nicht im Kühlschrank aufzubewahren. Es ist jedoch möglich sie ein bis drei Tage kühl zu lagern, wenn sie danach direkt verbraucht werden. (Von Sarah Winter)

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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