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Penny-Kunde rechnet mit seinem Discounter ab - nach zehn Jahren Treue: „Tschüss“

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Von: Lena Bammert

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So schnell können treue Kunden wütend werden. Ein Stammkunde verabschiedet sich nach einem Vorfall von Penny und postet seine Begründung auf Facebook.

Hamburg - Am 12.10.2020 um 19:14 Uhr verlor Penny einen Kunden. „Wir waren seit mindestens zehn Jahren Stammkunden in dem Laden. Schade eigentlich. Und Tschüss“ - mit diesem Facebook-Post auf der Seite von Penny beendete nach dem Vorfall ein verärgerter Kunde jetzt seine langjährige Beziehung zu dem Discounter. An 44,90€ und einem drohenden Vollstreckungsverfahren ist sie zerbrochen, wie tz.de berichtet. Erst vor Kurzem sorgte Penny mit seinem Slogan für eine Riesen-Wut bei den Kunden.

Tatort Penny: Facebook-Nutzer wütet nach dem Einkauf

Eigentlich wollte „Trautonia Capra“, so der Facebook-Name des erbosten Kunden einfach nur, wie so viele Male zuvor, bei Penny einkaufen gehen. Allerdings versäumte er es die für das kostenlose Parken obligatorische Parkscheibe, zu platzieren. Dies wurde von den Parkplatzkontrolleuren vor Ort bemerkt und vor allem vermerkt - „Tatbestand: Fehlende Parkscheibe (24,90€)“ „Tatort: Hamburg (Penny)“. Statt des Geldes, schickte der betroffene Kunde laut eigenen Angaben „binnen weniger Stunden“ die Penny-Rechnung seinen Einkaufs an die zuständige Adresse - „auf Anraten der Frau an der Kasse“. Der externe Dienstleister Fair Parken reagierte daraufhin mit einer „Benachrichtigung über die Einleitung des gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungsverfahrens“ - ein Foto des Briefs ist dem Facebook-Post angehängt. Aus den ursprünglichen 24,90€ waren jetzt 44,90€ geworden.

Abrechnung mit Penny: „Haben wir nicht nötig.“

Auf Facebook rechnet der Kunde mit dem Discounter dann erstmal so richtig ab: „Danke Penny, dass Ihr uns die Firma (UN)Fair Parken auf den Hals gehetzt habt. Für das Geld, das man uns bei Euch fürs Parken aus der Tasche zieht, können wir auch im Schlemmermarkt einkaufen. Fürs Vergessen einer Parkscheibe von „Tatort“, „Tatzeit“ etc. zu sprechen ist eine unverschämte Kriminalisierung von Kunden. Haben wir nicht nötig.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Das Geld wird der Kunde jedoch wohl trotzdem erstatten müssen. Penny verwies in einer ausführlichen Antwort auf die Beauftragung externer Dienstleister zur Kontrolle gewisser Standorte, an denen „das Problem der Dauerparker auf keine andere Art und Weise gelöst werden konnte“. Die Stornierung liege demnach auch im Ermessen von Fair Parken - „wir können hier leider nicht mehr viel tun“. Likes gab es auf diesen Antwort-Kommentar bisher noch keine, dafür allerdings einen Besucher weniger bei Penny. (leb)

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