Feucht, trocken oder ohne?

Diese Fehler macht fast jeder beim Toilettenpapier

Toilettenpapier nutzen wir täglich für sehr intime und empfindliche Körperregionen. Dabei ist Vorsicht geboten, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Diese Fehler machen die meisten.

  • Toilettenpapier gehört zu unserem Alltag, darum ist die richtige Nutzung so wichtig.
  • Kaum zu glauben: Viele Menschen machen beim Benutzen von Klopapier Fehler.
  • Mit diesen Tipps klappt es mit der empfindlichen Körperregion.

Offenbach - Es ist einer der wichtigsten Alltagsgegenstände – in der Hochphase der Corona-Pandemie avancierte es zum „weißen Gold“. Die Rede ist von Toilettenpapier. Aber Papier ist nicht gleich Papier, und das hat so seine Tücken, nicht nur, wenn es um das richtige Aufhängen geht. Kaum zu glauben: Viele Menschen machen beim Benutzen von Klopapier Fehler. Doch diese lassen sich leicht vermeiden.

Diese Fehler machen viele Menschen in Sachen Toilettenpapier.

Klopapier: Feucht oder trocken? Welches ist das richtige Toilettenpapier?

Pro Jahr verbraucht jeder Deutsche rund 46 Rollen Klopapier. Pro Haushalt sind es im Schnitt 93, wie eine Studie des Industrieverbands für Körperpflege und Waschmittel herausgefunden hat. Besonders beliebt ist dabei feuchtes Toilettenpapier.

Doch auch wenn sich die feuchte Variante allgemeiner Beliebtheit erfreut, ist Vorsicht geboten. Denn: In feuchtem Klopapier sind oftmals Konservierungs- und Duftstoffe und damit Allergene enthalten. Diese Stoffe können im schlimmsten Fall zu Entzündungen kommen. Dermatologen raten daher, auf das reine Toilettenpapier zu setzen.

Nicht von den Marketingtricks bei Toilettenpapier täuschen lassen

Auch Marketingbezeichnungen wie „sensitiv“ oder „hautschonend“ bringen in den seltensten Fällen einen echten Mehrwert. Die Begriffe sind nicht rechtlich geschützt und können von jedem Hersteller nach Lust und Laune auf die Toilettenpapier-Verpackung gedruckt werden.

Viel wichtiger ist, dass das Klopapier weich ist und sich angenehm anfühlt. Aber auch dann ist Vorsicht geboten. Der Intimbereich ist sensibel und sollte nicht mit Kraft oder Druck gereinigt werden. Dafür sollte das Papier gefaltet werden, in den meisten Fällen sind zwei oder drei Blätter ausreichend – außer das Papier ist besonders dünn, wie auf manchen öffentlichen Toiletten.

Klopapier: Toilettenpapier ja – Seifen und Cremes lieber nicht

In jedem Fall sollte Seife bei der Reinigung des Afters außen vor bleiben. Sie kann nämlich die empfindliche Hautregion austrocknen und die Gefahr von Entzündungen vergrößern. Wasser ist vollkommen ausreichend. Noch besser als Toilettenpapier eignet sich daher für die Reinigung lauwarmes, klares Wasser – beispielsweise aus einer Po-Dusche. Dann entfällt auch das Entsorgen, denn außer Toilettenpapier gehören die wenigsten Dinge in die Toilette.

Ähnlich wie mit der Seife ist es mit Cremes, Lotionen und Salben. Auch diese sollten generell erstmal nicht an den Po. In diesen Produkten verstecken sich ebenfalls oft Stoffe, die der empfindlichen Körperregion schaden können. Vaseline empfiehlt sich ebenfalls nicht, da sie der Haut keine Luft zum Atmen lässt. Und wenn die Haut schon vorgeschädigt ist, wird sie durch Klopapier noch leichter verletzt.

Klopapier: Nicht nur auf Toilettenpapier kommt es an

Zu guter Letzt sollte man auch auf die richtige Unterwäsche achten, um den After zu schützen. Von synthetischen Stoffen und Strings raten Experten ab. Sie machen die Haut angreifbar und empfindlich – auch für Toilettenpapier. Baumwolle sollte der Stoff der Wahl sein.

Übrigens: Eine lange geführte Debatte um das Klopapier dreht sich um die richtige Richtung beim Aufhängen auf einen Halter. Für diesen Halter wurde bereits 1891 unter Registrierung US 459516A von einem gewissen Seth Wheeler ein Patent in den USA angemeldet. Darin ist klar festgehalten: Das lose Papier muss nach vorne. (Von Marcel Richters)

Ein Patent von 1891 zeigt, wie sich zumindest der Erfinder des Toilettenpapier-Halters das Aufhängen vorgestellt hat.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten / dpa / picture alliance

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