Pandemie

Mallorca-Urlaub trotz Corona: Diese Regeln gelten im Hochinzidenzgebiet

Ganz Spanien wird zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Was bedeutet das für Reisen auf die Insel Mallorca? Die aktuellen Corona-Regeln im Überblick.

Offenbach/Palma – Ein lebendiges Nachtleben, abwechslungsreiche Natur und viele einzigartige Sehenswürdigkeiten: Die spanische Baleareninsel Mallorca hat für alle Reisende etwas zu bieten und gilt damit als besonders beliebtes Reiseziel unter Deutschen. Doch auch sie bleibt von der Corona-Pandemie nicht verschont. Ist ein Urlaub auf der Mittelmeerinsel dennoch möglich oder machen die dortigen Einschränkungen einen erholsamen Urlaub unwahrscheinlich?

Urlaub auf Mallorca: Corona-Lage spitzt sich wieder zu

Vor allem im Herbst 2020 wurde Spanien besonders hart vom Coronavirus getroffen. Madrid verzeichnete unter allen europäischen Metropolen die mit Abstand höchsten Infektionszahlen. Das ganze Land wurde zum Risikogebiet erklärt. Im Frühling 2021 entspannte sich die Lage jedoch, sodass Reisewarnungen für einige Gebiete aufgehoben werden konnten – so auch für Mallorca. Mit der Ausbreitung der Delta-Variante hat sich die Corona-Lage dort allerdings wieder drastisch zugespitzt und es werden täglich zahlreiche Neuinfektionen registriert.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft das komplette Land, inklusive Mallorca, daher seit dem 27. Juli 2021 als Hochinzidenzgebiet ein. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen. Ist ein Urlaub auf der Mittelmeerinsel dann überhaupt noch möglich?

Urlaub auf Mallorca: Das gilt es bei der Einreise zu beachten

Für alle, die mit dem Flugzeug oder Schiff nach Mallorca reisen möchten, sowie für Transitreisende besteht die Pflicht, zuvor ein Formular im Spain Travel Health-Portal auszufüllen, in dem der Gesundheitszustand der reisenden Personen abgefragt wird. Nach dem Ausfüllen wird ein QR-Code erstellt, den Einreisende dann vorzeigen müssen. Falschangaben oder das Fehlen des Codes können Geldstrafen zur Folge haben.

Zudem gilt eine Corona-Testpflicht für diejenigen Reisenden, die weder genesen noch geimpft sind und aus einem Corona-Risikogebiet kommen – dazu gehört Deutschland derzeit nicht. Spätestens beim Einchecken in eine Unterkunft müssen jedoch alle Urlauberinnen und Urlauber ein negatives Testergebnis vorzeigen. In Anbetracht der vielen Touristen und der steigenden Infektionszahlen hat die Insel strikte Maßnahmen beschlossen, um das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können.

Cala Sa Nau auf Mallorca von oben: Die Urlaubslust der Deutschen nach Spanien ist zurück. Die Corona-Pandemie ist allerdings noch nicht vorbei. Weiterhin sind einige Regeln zu beachten. (Symbolbild)

Angehörige von organisierten Gruppenreisen mit mehr als 20 Personen, die gemeinsam reisen, müssen beim Einchecken in die Unterkunft einen negativen PCR-Test oder einen vollständigen Impfnachweis vorlegen. Dies ist vor allem bei Klassenfahrten, Vereinsfahrten oder Abiturfeiern relevant.

Urlaub auf Mallorca: Die Corona-Regeln vor Ort

  • Mindestabstand: Zu Personen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, muss in der Öffentlichkeit ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Maskenpflicht: Es besteht eine Empfehlung zum Tragen einer Maske. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist ein Mundschutz verpflichtend.
  • Gastronomie: Zwischen den Tischen gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Speisekarten dürfen nicht gemeinsam genutzt werden. Restaurants, Cafés und Kneipen müssen um 1 Uhr schließen. In Außenbereichen dürfen bis zu acht Personen an einem Tisch sitzen, in Innenbereichen maximal vier.
  • Strände und Parks: zwischen den Strandliegen und Sonnenschirmen muss ein Abstand von 2 Metern bestehen. Von 22 Uhr bis 6 Uhr ist das Betreten von Stränden und Parks verboten.
  • Rauchen: Im Freien und damit auch in der Außengastronomie ist das Rauchen untersagt, sofern kein Abstand von 2 Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann.

Eine nächtliche Ausgangssperre gibt es aktuell nicht auf Mallorca. Allerdings sind seit dem 24. Juli 2021 alle Versammlungen von Menschen unterschiedlicher Haushalte zwischen 1 Uhr und 6 Uhr verboten – sowohl im Freien als auch in Innenräumen. Als eigener Haushalt gelten bei Reisenden alle Personen, die gemeinsam in ein Hotel oder eine Finca eingecheckt haben, so die Mallorca Zeitung.

Alkohol darf ab 22 Uhr nur noch in Bars und Restaurants verkauft werden, nicht aber nicht Supermärkten oder Kiosken. Wer sich nicht an die strengen Corona-Regeln hält, muss mit saftigen Strafen rechnen. Wer etwa das Betretungsverbot der Strände und Parks ab 22 Uhr ignoriert, nimmt ein mögliches Bußgeld in Höhe von 1000 Euro in Kauf. Veranstalter illegaler Partys drohen Strafen in Höhe von 10.000 Euro. Doch nicht nur auf der Insel selbst gelten strikte Maßnahmen, auch bei der Rückkehr nach Deutschland müssen Urlauberinnen und Urlauber einiges beachten.

Die Polizei auf Mallorca geht strikt gegen Personen vor, die sich nicht an die Regeln halten – darunter sind viele, die zum Urlaubmachen gekommen sind. (Archivbild)

Urlaub auf Mallorca: Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer

In ganz Deutschland besteht seit dem 1. August eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer. Für Reisende, die aus einem Hochinzidenzgebiet – wie es Mallorca ab dem 27. Juli 2021 sein wird – kommen, gelten zudem gesonderte Regeln. (tt)

  • Testpflicht: Reiserückkehrer benötigen bereits bei der Einreise ein negatives Testergebnis. Dieses muss bei der Abreise, bei der zuständigen Behörde bei der Einreise sowie bei polizeilichen Kontrollen vorgelegt werden.
  • Meldepflicht: Vor der Rückreise muss eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden.
  • Quarantäne: In Deutschland angekommen, müssen sich die Reiserückkehrer sofort in Quarantäne begeben. Diese gilt für einen Zeitraum von zehn Tagen. Ab dem fünften Tag kann die Isolation jedoch durch Vorlegen eines negativen Testergebnisses beendet werden.
  • Ausnahmen: Kinder unter 12 Jahren sind von der Testpflicht befreit. Für Personen, die einen vollständigen Impfschutz oder eine Genesung vorzeigen können, gilt die Test- sowie die Quarantänepflicht nicht.

Rubriklistenbild: © Martin Siepmann/Imago

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