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Portugal-Urlaub trotz Corona: Das müssen Touristen im Hochinzidenzgebiet beachten

Blick über den Fluss Douro in Porto, Portugal
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Blick über den Fluss Douro in Porto: Trotz Corona ist Urlaub in Portugal beliebt.

Porto, Lissabon, Algarve – für den perfekten Urlaub gibt es in Portugal genügend Orte. Doch welche Regeln gelten in der Corona-Pandemie überhaupt?

Offenbach/Lissabon – Lange Zeit galt Urlaub in Portugal als Geheimtipp. Mittlerweile ist das Land im Süden Europas aber auch bei Deutschen sehr beliebt. Insbesondere die Algarve im Süden des Landes liegt bei Touristen hoch im Kurs. Vom südlichsten Punkt Europas, an dem ein Ehepaar aus Deutschland die letzte Bratwurst vor Amerika verkauft, sind gerade Roadtrips an der Küste über die Algarve bis zur Hauptstadt Lissabon und weiter nach Porto im Norden des Landes eine besonders oft genommene Route. Dort liegt auch das Paradies für Surfer.

Allerdings ist auch Portugal vom Coronavirus gezeichnet. Aktuell grassiert die Delta-Variante sehr stark, die als besonders ansteckend gilt. Aktuell warnt das Auswärtige Amt „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Portugal“. Die Warnung gilt auch für die autonomen Regionen Madeira und Azoren. Aufgrund der Infektionslage in Portugal stuft das Auswärtige Amt das Land im Süden Europas derzeit als Hochinzidenzgebiet ein.

Urlaub in Portugal: Keine Quarantänepflicht bei Einreise aus Deutschland

Für die Einreise aus Deutschland bedeutet das zunächst keine besonderen Einschränkungen. Eine Quarantänepflicht gibt es nicht. Erforderlich ist bei der Einreise auf das Festland ein negativer PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder ein negativer Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden). Kinder unter 12 Jahren sind von dieser Regel befreit. Gleiches gilt für Geimpfte und Genesene. Wer per Flugzeug zum Urlaub in Portugal während Corona einreist, muss die Passenger Location Card ausfüllen.

Zwar gilt in Portugal aktuell noch der gesundheitliche Notstand, dennoch hat die Regierung am 12.06.2021 erste Lockerungen umgesetzt. Folgende Corona-Regeln gelten derzeit beim Urlaub in Portugal, sofern keine erhöhte Infektionslage vorliegt, auf dem Festland sowie auf Madeira und den Azoren:

  • Restaurants und Cafés dürfen ohne Einschränkung der Zeiten bis 2 Uhr nachts öffnen. Für Bars gelten dieselben Regeln. In Innenbereichen sind Gruppen von bis zu sechs, im Außenbereich bis zu 10 Personen erlaubt.
  • Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen ebenfalls öffnen.
  • Negativer Corona-Test oder Impfnachweis beim Zutritt in Hotels erforderlich
  • Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden, im öffentlichen Raum und im ÖPNV, außerdem wenn der Mindestabstand von 2 Metern zu Personen aus fremden Haushalten nicht eingehalten werden kann (gilt nicht für Kinder unter 10 Jahren und Menschen mit ärztlichem Attest). Die Maskenpflicht im Freien soll im September abgeschafft werden.
  • Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen
  • In Landkreisen mit erhöhtem Infektionsrisiko gilt zudem:
  • Innenbereiche von Restaurants in Landkreisen mit erhöhtem Infektionsrisiko am Wochenende (Freitag ab 19 Uhr und an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen) für Geimpfte, Genesene und negativ auf Corona Getestete bis 22.30 Uhr geöffnet
  • Ausgangssperre von 23 Uhr bis 5 Uhr, auch für Geimpfte und Genesene

Der Strandbetrieb in Portugal wird während der Corona-Pandemie über ein Ampelsystem geregelt. Es gilt Maskenpflicht beim Zu- und Abgang. Menschenansammlungen sind weiterhin untersagt. Private Feiern sowie der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum bleiben untersagt, Bars und Diskotheken geschlossen.

Urlaub in Portugal: Was gilt auf Madeira?

Bei der Einreise nach Madeira zum Urlaub in Portugal muss entweder ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht länger als 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wurde. Reisende können bei der Einreise zudem einen kostenfreien Corona-Test durchführen lassen, dessen Ergebnis in der Regel innerhalb von 12 Stunden vorliegt. Eine Selbstisolation im Hotel bis zum Erhalt des Testergebnisses wird von den Gesundheitsbehörden vorgeschrieben (gilt nicht für Geimpfte und Genesene und Kinder unter 12 Jahren).

Auf Madeira gilt derzeit eine nächtliche Ausgangssperre (zwischen 1 und 5 Uhr). Fahrten zum Flughafen zur Rückkehr nach Deutschland sind davon ausgenommen. Für gewerbliche Einrichtungen gelten beschränkte Öffnungszeiten. Der Hafen von Madeira ist geöffnet.

Urlaub in Portugal: Was gilt auf den Azoren?

Bei der Einreise zum Urlaub in Portugal auf dem Luft- oder Seeweg vom Festland auf die Azoren muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden (nicht älter als 72 Stunden). Davon ausgenommen sind Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12 Jahren. „Bei einem Aufenthalt von mehr als sieben Tagen soll ein weiterer Test am sechsten Tag sowie nunmehr auch am zwölften Tag nach dem ersten Test erfolgen“, schreibt das Auswärtige Amt zu den Corona-Regeln. Auch bei Weiterreise auf dem Luftweg von São Miguel auf eine andere Azoreninsel muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden (nicht älter als 72 Stunden).

Die Häfen der autonomen Region Azoren sind für Kreuzfahrttourismus wieder geöffnet. Der Landgang von Touristen ist nur innerhalb organisierte Gruppenausflüge mit besonderem Hygienekonzept möglich. Innerhalb der Azoren-Inseln (São Miguel, Santa Maria, Pico, Faial, São Jorge, Terceira, Graciosa, Flores und Corvo) können durch unterschiedliche Infektionslagen abweichende Regeln gelten.

Urlaub in Portugal: Was bei der Rückreise nach Deutschland zu beachten ist

In ganz Deutschland besteht seit dem 1. August eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer. Für Reisende, die aus einem Hochinzidenzgebiet wie Portugal kommen, gelten zudem gesonderte Regeln.

  • Testpflicht: Reiserückkehrer benötigen bereits bei der Einreise ein negatives Testergebnis. Dieses muss bei der Abreise, bei der zuständigen Behörde bei der Einreise sowie bei polizeilichen Kontrollen vorgelegt werden.
  • Meldepflicht: Vor der Rückreise muss eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden.
  • Quarantäne: In Deutschland angekommen, müssen sich die Reiserückkehrer sofort in Quarantäne begeben. Diese gilt für einen Zeitraum von zehn Tagen. Ab dem fünften Tag kann die Isolation jedoch durch Vorlegen eines negativen Testergebnisses beendet werden.
  • Ausnahmen: Kinder unter 12 Jahren sind von der Testpflicht befreit. Für Personen, die einen vollständigen Impfschutz oder eine Genesung vorzeigen können, gilt die Test- sowie die Quarantänepflicht nicht.

Alle Flugreisenden müssen zusätzlich bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen. Ausgenommen sind Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren. (Erik Scharf)

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