Fehler rächen sich

Von Holzbrett bis Plastikgeschirr: Was in der Spülmaschine nichts zu suchen hat

Mann schaut in Spülmaschine
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In vielen Haushalten werden auch Küchenutensilien in der Spülmaschine gereinigt, die dort nichts zu suchen haben. (Symbolbild)

Die Spülmaschine kann den Alltag sehr erleichtern. Doch so praktisch sie auch ist: Bei Holzbrettern, Plastikdosen und Besteck muss man höllisch aufpassen. Denn Fehler rächen sich.

  • Die Spülmaschine ist im Alltag ein beliebter Helfer, wenn sich Geschirr-Berge in der Küche stapeln.
  • Allerdings sollten einige Gegenstände definitiv nicht in die Spülmaschine.
  • Vorsicht: „Spülmaschinengeeignet“ bedeutet nicht unbedingt das, was viele denken.

Offenbach – Kaum hat man das saubere Geschirr ausgeräumt, wartet schon wieder die nächste Ladung auf die Spülmaschine. In vielen Haushalten wird alles mit durchgespült: das Holzbrett, das gute Silberbesteck und Plastikgeschirr. Sogar die scharfen Messer. Aber ist das alles auch spülmaschinenfest? So vermeiden Sie die größten Abwaschsünden.

Spülmaschinen-Tipp 1: Auf die richtigen Zeichen achten

Auf Ihren Küchenutensilien finden Sie oft ein oder mehrere Zeichen vor, zum Beispiel ein Glas-Gabel-Symbol. Das ist aber nicht etwa das Zeichen dafür, dass Ihr Geschirr spülmaschinenfest ist. Dieses Symbol zeigt EU-weit an, wenn das Produkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen darf, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Denn Pfannenwender, Brotboxen, Plastikgeschirr und Co. dürfen keine Schadstoffe an die Lebensmittel abgeben.  

Das Zeichen, auf dem das Geschirr mit Wasserstrahlen oder in einer Spülmaschine dargestellt wird, zeigt, dass es spülmaschinengeeignet ist. Aber Achtung: Der Begriff spülmaschinengeeignet ist nicht verbindlich definiert, genauso wenig wie das Zeichen dafür. Viele Küchenutensilien sind gar nicht oder uneinheitlich gekennzeichnet, warnt die Verbraucherzentrale. Spülmaschinengeeignetes Geschirr darf zwar in die Spülmaschine, es besteht aber die Gefahr, dass es ausbleicht, Messer verlieren nach und nach an Schärfe.

Spülmaschinengeeignet ist nicht gleich spülmaschinenfest: Wenn ein Produkt als spülmaschinenfest gilt, ist es DIN-geprüft. Das Zeichen dafür zeigt mehrere Wasserstrahlen, die rechts unten eingerahmt sind, mit einer Zahl darüber. Diese Zahl gibt an, wie oft das Geschirr in die Spülmaschine darf, ohne Schaden zu nehmen. 

Spülmaschinen-Tipp 2: Holzbrett und Holzbesteck draußen lassen

Schlechte Nachricht für alle Abwaschfaulen: Holzbretter und andere Küchenutensilien aus Holz haben in der Spülmaschine nichts zu suchen. Unter heißen Temperaturen und zu viel Wasser können sie sich sonst verziehen, aufquellen und unschöne Risse bilden, wie der Verbraucherratgeber des NDR erklärt. Spülen per Hand ist angesagt, mit heißem Wasser und Spülmittel. Besonders wichtig gegen Keime: Das Holzbrett gut trocknen lassen.

Spülmaschinen-Tipp 3: Vorsicht bei Töpfen und Pfannen

Töpfe und Pfannen sollten so selten wie möglich in die Spülmaschine, heißt es beim Ratgeber geschirrreiniger.de. Ausnahmen sind solche, die vom Hersteller ausdrücklich mit einem Zeichen als spülmaschinenfest eingestuft wurden. 

Unbeschichtete Töpfen und Pfannen bekommen eine sogenannte Gebrauchsschicht, durch die sie erst richtig gut und wie gewünscht kochen. In der Spülmaschine geht diese Schicht verloren. Mit Teflon beschichtete Töpfe und Pfannen können in der Regel in die Spülmaschine geräumt werden. Im Zweifel – auch bei anderen Beschichtungen – sollte man aber auf die Angaben vom Hersteller achten.

Auch Rost kann beim Reinigen in der Spülmaschine ein Thema werden. Die meisten Töpfe und Pfannen sind zwar rostfrei, aber vor allem bei billigen Töpfen und Pfannen werden an den Griffen oft Schrauben verwendet, die rosten können. 

Spülmaschinen-Tipp 4: Nicht alles Plastikgeschirr darf rein

Ob Plastikteller, Plastikbecher oder Plastikbesteck: Viele haben das bunte Plastikgeschirr, Vorrats- und Brotdosen im Küchenschrank. Aber nicht alles davon darf in die Spülmaschine. Denn Plastik verformt und verfärbt sich durch die Hitze schnell. Wer das nicht riskieren möchte, sollte auf die entsprechenden Zeichen achten, ob das Produkt spülmaschinengeeignet ist. Dann sollte es keine Probleme geben. 

Auch diese Dinge werden in der Spülmaschine sauber:

Spülschwamm

Spülbürste

Kühlschrankfächer

Metallfilter der Dunstabzugshaube – aber Achtung bei starker Verschmutzung: vorher grob per Hand reinigen, sonst verstopft die Spülmaschine

Wer hätte es gedacht? Auch Kinderspielzeug und andere Alltagsgegenstände lassen sich auch sehr gut in der Spülmaschine reinigen.

Spülmaschinen-Tipp 5: Silberbesteck lieber von Hand waschen

Nach großen Familienessen landet das Besteck oft bedenkenlos in der Spülmaschine, dabei ist es nicht immer spülmaschinengeeignet. Das gilt besonders für das gute Silberbesteck, denn hierbei ist besondere Vorsicht geboten. 

Es kommt immer auf den Silberanteil in dem feinen Besteck an. Sterlingsilber (925er) und  Echtsilber (800er) neigen dazu, in der Spülmaschine zu beschlagen. Das liegt an dem hohen Kupferanteil, wodurch eine goldbraune Verfärbung entstehen kann. Besteck, Zuckerdosen und Ähnliches aus diesem Material sollten nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. An der Stempelprägung auf Ihrem Besteck erkennen Sie, wie hoch der Silberanteil ist. 

Was darf in die Spülmaschine? Tipps und Tricks

Massivsilber (150er) und Hartversilberung (90er) sind im Nachhinein meistens nochmal galvanisiert. Das heißt, diese Bestecke sind mit einer Legierung überzogen, die sie veredelt und gleichzeitig vor Korrosion schützt. Dieses Silberbesteck können Sie laut einem Ratgeber von Geschirrspültabs.net unbesorgt in die Spülmaschine stecken. 

So reinigt man Silberbesteck am besten: Per Hand abwaschen und mit einem weichen Tuch trocken polieren. Das schont die Oberfläche, es glänzt schön und Sie haben noch lange Freude daran. Das gilt auch für Geschirr und Küchenhelfer aus Metallen wie Aluminium, Bronze und Kupfer, die nach mehreren Spülmaschinengängen häufig fleckig werden. (Von Jessica Sippel)

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