Italienisches Gericht

Freispruch von Amanda Knox war falsch

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Der Freispruch von Amanda Knox war nach Ansicht des höchsten italienischen Gerichts falsch.

Rom - Der Freispruch im spektakulären Mordprozess gegen die US-Studentin Amanda Knox ist nach Ansicht des höchsten italienischen Gerichts unlogisch gewesen.

Mit diesen Worten begründete der Oberste Kassationsgerichtshof in Rom die Wiedereröffnung des Verfahrens gegen den „Engel mit den Eisaugen“ und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito. In einem am Dienstag veröffentlichten 74-seitigen Bericht erklärten die Richter, es habe im Berufungsverfahren „mehrere Beispiele für Unzulänglichkeiten, Widersprüche und klare Logikmängel“ gegeben.

Knox und Sollecito waren 2009 in Italien wegen Mordes zu einer langen Haftstrafe verurteilt und 2011 wieder freigesprochen worden. Der Kriminalfall hatte weltweites Aufsehen erregt. 2007 war Knox' Freundin und Mitbewohnerin Meredith Kercher in der Universitätsstadt Perugia mit durchschnittener Kehle und halbnackt aufgefunden worden. Es war von Sexspielen die Rede, die außer Kontrolle geraten seien.

Knox lebt seit ihrem Freispruch in den USA. Im März hatte das höchste italienische Gericht den Freispruch aufgehoben. Doch selbst wenn die 25-Jährige nun für schuldig befunden wird, gilt es als unwahrscheinlich, dass sie ins Gefängnis kommt. Dazu müssten die USA Knox an Italien ausliefern. Im Frühjahr hatte Knox ihr Buch „Zeit, gehört zu werden“ (englisch: „Waiting to Be Heard“) veröffentlicht und anschließend in mehreren Interviews ihre Unschuld beteuert.

dpa

Man nennt sie auch den "Engel mit den Eisaugen": Amanda Knox

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