Amokläufer wird wegen 13-fachen Mordes angeklagt

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Die Bilder der Opfer des Amokläufers bei der Trauerfeier.

Washington - Der Amokläufer von Fort Hood soll wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes angeklagt werden. Ihm droht damit die Todesstrafe.

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Das teilte ein militärischer Ermittlungsbeamter am Donnerstag auf dem texanischen Stützpunkt mit. Damit droht dem Militärpsychiater Nidal Malik Hasan die Todesstrafe. Möglicherweise komme sogar noch ein weiterer Mordanklagepunkt hinzu, hieß es: Eines der Todesopfer war schwanger. Der 39-jährige Major erschoss vor einer Woche auf dem Militärstützpunkt Ford Hood in Texas 13 Menschen, 29 weitere und er selbst wurden verletzt. Der Fall soll vor einem Militärgericht verhandelt werden.

Amoklauf in US-Militärstützpunkt

Amoklauf in US-Militärstützpunkt

Über Hasans Motiv herrscht weiterhin Unklarheit. Die Ermittlungen dauerten an, und es werde jedem Hinweis nachgegangen, erklärte Grey. Nach seinen Worten hat Hasan inzwischen einen Anwalt. Er war nach seinem Amoklauf von der Polizei mit vier Schüssen außer Gefecht gesetzt worden, befindet sich weiter im Krankenhaus und steht unter dem Einfluss starker Beruhigungsmittel.

Wie Grey weiter sagte, haben die Ermittlungen ergeben, dass zwei Polizisten Hasan durch Schüsse stoppten. Er reagierte damit auf einen jüngsten Bericht der “New York Times“, nach dem Zweifel an der Geschichte der als Heldin gefeierten Beamtin Kimberly Denise Munley aufgekommen sind. Kurz nach dem Massaker hatte es geheißen, die 34-Jährige habe Hasan trotz eigener Verletzung niedergeschossen und so weiteres Morden verhindert. Ein Augenzeuge sagte der “New York Times“ vom Donnerstag nun, der Todesschütze sei in Wahrheit von einem anderen Polizisten niedergestreckt worden.

Den neuen Angaben zufolge hatte Hasan während seines Amoklaufs die zierliche Polizistin zuerst angeschossen. Während er danach das Magazin seiner Pistole wechselte, habe der zivile Polizist Mark Todd das Feuer auf Hasan eröffnet und ihn dadurch gestoppt.

Zu Hasans möglichem Tatmotiv war in den vergangenen Tagen der Verdacht laut geworden, religiöse Verblendung habe möglicherweise zu der Bluttat geführt. US-Geheimdienste hatten zahlreiche E-Mails des Majors an einen radikalen islamischen Prediger abgefangen, den Major aber nach einer Überprüfung als harmlos eingestuft.

Ein Kriminologe, Pat Brown, hält hingegen persönliche Probleme als Tat-Triebfeder für wahrscheinlicher. Hasan sei allem Anschein nach ein in Beziehungsdingen glückloser Einzelgänger, dessen Profil eher einem Massenmörder ähnele als einem Terroristen, sagte Brown dem US-Fernsehsender CNN. “Er ist einfach ein einsamer Typ, der Schwierigkeiten hat und psychopathisches Verhalten an den Tag legte“, sagte Brown dem Sender CNN. “Das ist dann zu einem Punkt ausgeufert, dass er sich an der Gesellschaft rächen wollte und es an seinen Kollegen ausließ, wie es häufig geschieht.“

dpa/AP

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