Anschlag in Kurden-Dorf: 27 Menschen sterben

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Bei einem Selbstmordanschlag sterben 27 Menschen im Irak.

Mossul/Bagdad - Wieder hat ein Selbstmordattentäter im Irak zugeschlagen: Diesmal starben in einem kurdischen Dorf 25 Menschen. Ein zweiter Attentäter konnte seinen Sprengsatz nicht zünden. Er wurde vorher erschossen.

Nach Angaben der Polizei explodierte der Sprengstofflastwagen des Attentäters inmitten der Ortschaft Wardak, die in der nördlichen Provinz Ninive liegt. 43 weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Mehrere Häuser stürzten ein.

Nach Einschätzung der kurdischen Nachrichtenagentur Peyamner war es das Ziel des Anschlags, den Konflikt zwischen Kurden und Arabern anzuheizen. In Ninive haben die Spannungen zwischen den beiden ethnischen Gruppen zugenommen, nach dem Sieg einer neuen arabischen Partei bei der Provinzwahl im vergangenen Januar. Ein Teil der Kurden fordert seither die Eingliederung der kurdischen Gebiete von Ninive in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak, zu dem bislang nur die Provinzen Erbil, Dohuk und Suleimanija gehören. Ähnliche Bestrebungen gibt es auch in der Nachbarprovinz Tamim, zu der die Ölfelder von Kirkuk gehören.

Die irakische Nachrichtenagentur Al-Yaqen meldete unterdessen, auf einem Markt in der südlich von Bagdad gelegenen Ortschaft Mahmudija seien zwei Sprengsätze detoniert. Den Angaben zufolge starben zwei Menschen, zehn Zivilisten wurden verletzt. dpa

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