Anschlag-Serie im Irak: Mindestens 60 Tote

Bagdad - Bei einer Serie von Terroranschlägen sind am Montag 60 Menschen gestorben, über 100 wurden verletzt. Unter den Toten sind auch Polizisten. Auch eine Moschee war Ziel eines Bombenanschlags.

Nach Angaben der Sicherheitskräfte starben allein acht Menschen bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in der Stadt Waset, etwa 170 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad. Etwa 70 Personen wurden hier verletzt.

Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich in der Stadt Hillah südlich von Bagdad. Dort verloren 25 Menschen ihr Leben. Acht Menschen kamen nach Angaben des Innenministeriums bei einem Doppelanschlag in Suwajrah, 40 Kilometer südlich von Bagdad, ums Leben. Das Ministerium gab die Zahl der Verletzten mit 28 an, die Polizei sprach von bis zu 71 Verletzten. In Bagdad kostete eine Serie von offenbar koordinierten Anschlägen am Montagmorgen mindestens zehn Menschen das Leben, mehr als 20 wurden verletzt. Ziel der Attentäter waren nach Behördenangaben Kontrollposten von Polizei und Streitkräften.

Ein hochrangiger Polizeioffizier und sechs Polizisten wurden durch eine Bombe in der Stadt al-Halla, 100 Kilometer südlich von Bagdad getötet. Nach Berichten irakischer Medien starben vier Zivilisten, als in der westlichen Stadt Falludscha mehrere Häuser in die Luft gesprengt wurden. Dort wurden auch elf Menschen verletzt. Fünf Soldaten und Polizisten starben durch Angriffe auf Straßensperren in Bagdad.

Die Anschläge wurden in den meisten Fällen von Bewaffneten aus fahrenden Autos heraus ausgeübt. Die sieben Anschläge ereigneten sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Stunden in fünf verschiedenen Vierteln der irakischen Hauptstadt. Über die Urheber war zunächst nichts bekannt.

dpa/DAPD

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