Armstrong: Nervenstark und schweigsam

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Neil Armstrong

Washington - Neil Armstrong war knapp 39 Jahre alt, als er 1969 als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte und damit Geschichte schrieb.

Die Leidenschaft fürs Fliegen hatte ihn schon als Kind gepackt. Die Fluglizenz hatte Armstrong noch vor seinem Autoführerschein. Am 5. August 1930 auf der Farm seiner Großeltern bei Wapakoneta in Ohio als Sohn eines staatlichen Rechnungsprüfers geboren (ein Urgroßvater soll aus Ladbergen in Nordrhein-Westfalen stammen), verdiente er sich bereits als 14-Jähriger Geld für Flugunterricht.

An seinem 16. Geburtstag erhielt er die Pilotenlizenz, danach begann er ein Studium, um Flugzeugingenieur zu werden. Beim Militärdienst wurde er zum Marineflieger ausgebildet und nach Korea gesandt. Dort flog er während des Kriegs 78 Kampfeinsätze und wurde einmal abgeschossen, konnte sich aber mit dem Fallschirm retten. Schon damals zeichnete ihn seine Nervenstärke aus, die ihn später zu einem der besten Testpiloten der USA machen sollte.

1962 wurde Armstrong unter 300 Bewerbern für das Astronautenprogramm der Weltraumbehörde NASA ausgewählt. Mehrfach rettete ihn seine Reaktionsschnelligkeit vor dem Tod - etwa 1968, als sein Trainings-Mondlandegerät auf einem Routineflug abstürzte und er mit einem Fallschirm abspringen konnte. Es waren die Eigenschaften, die die NASA bewogen, Armstrong zum Kommandanten der ersten Mondlande-Mission “Apollo 11“ zu machen.

In die Rolle des Helden wollte Armstrong nach der erfolgreichen Rückkehr als erster Mensch auf dem Mond aber nicht schlüpfen. Er ist zwar bis heute der berühmteste Astronaut der NASA geblieben, aber er ist auch der Schweigsamste. Anders als viele seiner früheren Kollegen hat Armstrong zahllose lukrative Angebote ausgeschlagen, seine Erlebnisse und Gedanken in Büchern niederzuschreiben.

ap

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