Aschewolke stört weiterhin den Luftverkehr

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Vulkanbedingte Warteschlangen bildeten sich auf dem Frankfurter Flughafen.

Frankfurt/Main - Nach der Sperrung von Flughäfen in Irland und Schottland waren am Samstag 20 Flughäfen in Nordspanien betroffen. Es kam auch zu Störungen im Transatlantikverkehr.

Allein am Frankfurter Flughafen wurden 11 Abflüge und 15 Ankünfte gestrichen. Der größte Teil entfiel auf Verbindungen nach Italien. Das teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Sonntag mit.

Das italienische Amt für Flugsicherheit ENAC hatte bis Sonntag 14.00 Uhr Teile des norditalienischen Luftraums geschlossen. Bereits am Vortag hatte es in Deutschland vereinzelte Flugausfälle wegen Luftraumsperrungen in Spanien gegeben.

Zudem gab es Verspätungen von teils mehr als einer Stunde auf den Strecken über den Nordatlantik, da die Flugzeuge wegen der Asche auf andere Routen ausweichen mussten. Im europäischen Luftraum habe es am Sonntag etwa 500 Flüge weniger gegeben als an Sonntagen üblich, teilte die europäische Flugaufsicht Eurocontrol am Sonntag mit.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Im Süden Deutschlands gab es am Sonntagvormittag nach Angaben der Deutschen Flugsicherung “potenziell kontaminierte“ Lufträume, aber keine Sperrungen. Die Piloten seien angehalten, mögliche Vorkommnisse zu melden, sagte Sprecherin Kristina Kelek. Sperrungen des Luftraums gebe es derzeit aber nicht. Die Situation sei bislang nicht beunruhigend. “Wir beobachten die Lage weiter", hieß es.

Eurocontrol berichtete, die Aschewolke erstrecke sich von Island bis zu den Azoren. Ein Ausläufer reichte in 6.000 Metern Höhe von Südfrankreich zur Schweiz und Norditalien. Bis Sonntagabend sollen auch Süddeutschland, Österreich und Tschechien bedeckt sein, wobei eine allmähliche Abschwächung der Wolke erwartet wurde.

dpa/apn/DAPD

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