Banküberfall im Rollstuhl und mit Luftpistole

Im Rollstuhl sitzend und mit einer Luftpistole (Foto) bewaffnet hat ein 71-Jähriger im kalifornischenn San Diego eine Bank überfallen.

San Diego - Im Rollstuhl sitzend und mit einer Luftpistole bewaffnet hat ein 71-Jähriger in San Diego (US-Staat Kalifornien) eine Bank überfallen. Dabei ging es ihm offensichtlich nicht um das Geld:

Son einen Banküberfall gibt es nicht alle Tage: Peter Barry Lawrence (71) kam laut "San Jose Mercury News" im Rollstuhl durch die Eingangstüre der Chase Bank in San Diego. In der Hand hielt er eine Luftpistole und verlangte Geld von den Kassierern. Die rückten die Scheine auch raus und Lawrence rollte wieder zur Tür hinaus. 

Recht weit kam er mit dem erbeuteten Geld nicht. Nur wenige Blocks von der Bank entfernt wurde Lawrence von der Polizei geschnappt und festgenommen. Ein Polizist erklärte, er habe die Tatwaffe und die Scheine in einer Tasche auf seinem Schoß transportiert.

Offensichtlich ging es dem 71-Jährigen bei dem Überfall nicht darum, schnell zu viel Geld zu kommen. Lawrence hat bei seiner Vernehmung nämlich erklärt, er wollte unbedingt ins Gefängnis kommen. Denn dort erhalte er kostenlose medizinische Versorgung.

Dass es den Mann geradezu in den Knast zieht, belegt ein Blick auf dessen Vorstrafen-Register: 1997 überfiel er zum ersten Mal eine Bank und erbeutete magere 3.000 Dollar. 1999 raubte er - nur wenige Tage nach seiner Freilassung - schon wieder eine Bank aus.

Falls Lawrence abermals verurteilt wird, dann könnte er sogar die medizinische Versorgung des Gefängnisses in Anspruch nehmen. Denn in Kalifornien gilt das sogenannte "Three Strikes Law": Dieses legt fest, dass nach zwei Verurteilungen wegen eines als "schwer" eingestuften  Verbrechens - dazu zählt auch Banküberfall - beim dritten Mal eine lebenslange Haftstrafe verhängt wird.

fro

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