Bessere Hilfe für Landminen-Opfer beschlossen

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Schauspielerin Ulrike Folkerts ist eine von zahlreichen deutschen Prominenten, die den Kampf gegen Landminen unterstützen.

Bogotá/Cartagena - Die zweite internationale Anti- Minenkonferenz in Kolumbien hat zum Abschluss einen “Aktionsplan von Cartagena“ für eine effektivere Hilfe für die Opfer verabschiedet.

“Alle Länder sollten dieses Ziel unterstützen. Wir wollen die Welt von den gegen Personen gerichteten Minen befreien“, wurde die Leiterin der Konferenz, die norwegische Botschafterin in Bogotá, Susan Eckey, am Samstag von nationalen Zeitungen zitiert.

In der Karibikstadt Cartagena hatten von Sonntag bis Freitag Vertreter von 156 Unterzeichnerstaaten der Anti-Minenkonvention von Ottawa über den weiteren Kampf gegen die besonders heimtückische Waffenart beraten. Mit Beobachtern vertreten waren auch Staaten wie die USA, Russland und China, die der Konvention nicht beigetreten sind. Im Laufe der Konferenz hatten Albanien, Griechenland, Ruanda und Sambia mitgeteilt, dass sie alle auf ihrem Territorium befindlichen Minen geräumt hätten.

Die 1997 ins Leben gerufene Konvention von Ottawa verbietet den Unterzeichnern Einsatz, Herstellung und Lagerung von Minen, die gegen Menschen gerichtet sind. Minen gegen Fahrzeuge sind ausgenommen.

Nach Angaben des deutschen Aktionsbündnisses Landmine.de sind in mehr als 80 Ländern Menschen von Minen und Streumunition im Boden bedroht. Weltweit müssten rund 500 000 Minen-Opfer versorgt werden.

Kolumbien ist eines der Länder weltweit, die am stärksten unter Anti-Personenminen leiden. Etwa 8000 Menschen wurden seit 1990 in dem südamerikanischen Land Opfer von Minen oder Streumunition. Die relativ billigen und leicht zu handhabenden Waffen werden dort vor allem von linken Rebellengruppen eingesetzt.  

dpa

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