"Bild": Gericht lehnt Prozess um Loveparade-Katastrophe ab

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Loveparade-Gedenkstätte am Unglücksort in einem Tunnel in Duisburg. Foto: Martin Gerten/Archiv

Duisburg (dpa) - Das Unglück bei der Loveparade vor knapp sechs Jahren mit 21 Toten und Hunderten Verletzten wird nach Informationen der "Bild"-Zeitung vorerst nicht in einem Strafprozess aufgearbeitet. Die Entscheidung solle noch heute offiziell verkündet werden.

Die zuständige Kammer am Duisburger Landgericht habe die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Duisburger Justizkreise.

Die zuständigen Richter hätten vor allem mit einem Gutachten des britischen Panikforschers Keith Still Probleme gehabt. Dieses Gutachten ist ein zentrales Beweismittel der Staatsanwaltschaft. Das Gericht hatte zuletzt zahlreiche kritische Fragen an den Experten gehabt. Ein Sprecher des Landgerichts wollte sich am Morgen auf Anfrage nicht zu dem "Bild"-Bericht äußern.

Bei der Loveparade im Juli 2010 starben 21 Menschen, mindestens 652 erlitten Verletzungen.

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