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Die brutalen Morde der Manson-Family

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Los Angeles - Die brutalen Morde der Manson-Family.

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1 / 28Im August 1969 schockten bestialische Morde Amerika. Im Land ging der Geist von „Flower Power“ und „Freier Liebe“ um. Da brachte eine Hippie-Sekte in Kalifornien scheinbar wahllos Menschen um. Anführer des bizarren Kults: Charles Manson. © AP
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2 / 28Ende der 1960er Jahre scharte Manson leichtgläubige, desillusionierte, obdachlose und drogenabhängige junge Leute (bevorzugt Frauen) um sich. Sie lebten unter anderem auf Spahn's Movie Ranch in Kalifornien. Dort verbreitete der kriminelle Guru (Manson hatte bereits etliche Jahre im Knast gesessen) seine kranke Weltanschauung. © AP
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3 / 28Sein Ziel: Ein Rassenkrieg zwischen Weißen und Schwarzen. Mit brutalen Aktionen gegen die weiße Oberschicht zum einen und gegen die schwarze Unterschicht zum anderen wollte die Family beide Seiten gegeneinander aufhetzen. © AP
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4 / 28Für die „weiße Oberschicht“ standen in der verrückten Weltanschauung Mansons beispielhaft Hollywood-Regisseur Roman Polanski und seine Frau, die Schauspielerin Sharon Tate (auf einer Party fotografiert). © AP
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5 / 28In der Nacht auf den 9. August 1969 erhielten drei  Family-Mitglieder von Manson den Auftrag, in das Haus von Polanski und Tate in Los Angeles (Bild) einzudringen und jeden Anwesenden zu töten. Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Charles Watson taten wie ihnen geheißen: Sie schlichen sich auf das Gelände. Auf dem Weg zum Haus stoppten sie das Auto des Studenten Stephen Parent (18). Tex Watson erschoss ihn mit vier Kugeln. © AP
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6 / 28Dann stürmten die drei in das Haus, wo gerade eine Party stattfand. Mit Küchenmessern stachen sie auf jeden ein, den sie fanden. Mit insgesamt 102 Messerstichen tötete die Manson-Family vier Menschen. Das Bild zeigt alle Opfer der Mordnacht: Von links Voityck Frykowski, Sharon Tate, Stephen Parent, Jay Sebring und Abigail Folger. © AP
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7 / 28Die Leiche von Sharon Tate wird am Morgen des 9. August 1969 aus dem Haus weggebracht. Tragisch: Tate war zum Zeitpunkt ihrer Ermordung hochschwanger. Sie starb unter 16 Messerstichen. Mit ihrem Blut schrieb Susan Atkins das Wort „PIG“ (deutsch: „Schwein“) an die Haustür. © AP
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8 / 28Der Tatort am Morgen des 9. August 1969: Auf dem Boden vor dem Haus sind Blutflecken zu sehen. Wie die Polizei später rekonstruierte, hatten sich die Opfer Frykowski und Folger noch bis in den Vorgarten geschleppt. Auf Jay Sebring hatten die Killer mehrfach eingestochen und ihn im Haus mit mehreren Schüssen getötet. © AP
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9 / 28Einen Tag später ermordeten die drei Hippie-Killer, dieses Mal begleitet von Leslie Van Houten, den Industriellen Leno LaBianca und seine Frau Rosemary. Mit Blut wurden unter anderem die Parolen „Tod den Schweinen“ und „Erhebt Euch“ an die Wände des Hauses geschrieben. Das Bild zeigt (von links) Susan Atkins, Patricia Krenwinkel and Leslie Van Houten nach ihrer Verhaftung. © AP
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10 / 28Am 12. Oktober 1969 fand auf der Barker Ranch im Death-Valley-Nationalpark (Bild), wo Manson und seine Anhänger inzwischen hausten, eine Polizei-Razzia statt. Die Beweisstücke führten im Lauf der kommenden Wochen zur Verhaftung Mansons und seiner Anhänger. © AP
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11 / 28Die Barker Ranch gibt es noch heute - so wie Manson und seine Anhänger sie hinterlassen haben. Im Garten stehen diese Stühle mit Einschusslöchern. Die Family hatte sie für Schießübungen genutzt. © AP
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12 / 28Das Innere der Barker Ranch. Auf einem Tisch liegt heute auch eine Zeitschrift, in der über die perversen Morde der Family berichtet wird. Vermutlich hat ein Manson-Fan sie dort hingelegt. © AP
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13 / 28Kultort Barker-Ranch: Ein Mann fotografiert die alte Zufluchtstätte der Manson-Family. © AP
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14 / 28Die verfallene Barker Ranch von aussen gesehen. © AP
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15 / 281970 begann der Prozess gegen Manson und die Mörder aus dem Kreis seiner Family. Das Verfahren sorgte für ein beispielloses Medieninteresse. © AP
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16 / 28Manson inszenierte sich vor Gericht als Irrer, als das Böse schlechthin. Vor dem Richter erklärte er: „Ich bin der Teufel.“ Sicher ist: Die Family plante weitere Morde. Bei bis zu sechs noch heute ungeklärten Morden gelten die Hippie-Killer als verdächtig. © AP
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17 / 28Am 29. März 1971 verurteilte eine Jury in Los Angeles Charles Manson und die drei angeklagten Frauen zum Tod in der Gaskammer. Auf dem Weg zur Urteilsverkündung (Foto) lachen die durchgeknallten Family-Mitglieder. © AP
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18 / 28Im Oktober wurde auch ein Todesurteil gegen Charles Watson (Mitte) ausgesprochen. © AP
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19 / 28Charles Manson nach der Urteilsverkündung: In seine Stirn hatte er sich während des Prozesses ein Hakenkreuz geritzt. © AP
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20 / 28Manson und die anderen Verurteilten hatten Glück: Schon 1972 erklärte der Oberste Gerichtshof von Kalifornien die Todesstrafe  für verfassungswidrig, die Urteile wurden in „lebenslang“ umgewandelt. 1978 wurde die Todesstrafe wiedereingeführt. Für die Verurteilten im Manson-Prozess blieb diese Entscheidung aber unwirksam. © AP
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21 / 28Im Juli 1985 wurde Charles Manson nach San Quentin gebracht und seit März 1989 sitzt er im kalifornischen Staatsgefängnis in Corcoran (Kings County) ein. Das Bild stammt von einer Anhörung im Jahr 1986. © AP
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22 / 28Auf dem linken Bild ist Manson zu sehen, wie er im März 2009 aussah, das rechte zeigt ihn nach seiner Festnahme vor fast 40 Jahren. Im Mai 2007 wurde sein mittlerweile elftes Bewährungsgesuch abgelehnt, das nächste Gnadengesuch kann er frühestens im Jahr 2012 einreichen. © AP
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23 / 28Susan Atkins (Mitte) mit ihren Mittäterinnen Patricia Krenwinkel (links) und Leslie Van Houten sitzen ebenfalls bis heute im Knast. Seit Jahren bemühen sich auch Mansons Mithäftlinge um vorzeitige Entlassung. Ihre Gesuche wurden bis heute insgesamt achtzehn Mal abgelehnt. © AP
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24 / 28Der heute 74-Jährige Manson hat vermutlich keine Chance mehr, jemals wieder das Gefängnis zu verlassen. Er bereut seine Taten bis heute nicht. © AP
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25 / 28Susan Atkins, bei der ein unheilbarer Gehirntumor festgestellt wurde, hat 2008 einen Antrag auf „Entlassung aus Mitleid“ gestellt. Doch der wurde am 15. Juli 2008 abgelehnt. Ihre nächste Anhörung ist für kommenden September angesetzt. Dann könnte sie freikommen. © AP
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26 / 28Debra Tate, Schwester der ermordeten Sharon Tate, setzt sich bis heute dafür ein, dass alle fünf Verurteilten nie wieder freigelassen werden. © AP
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27 / 28Er verdient am Mythos Manson: Schock-Rocker Marilyn Manson. Wie er beteuert, soll sein Name keine Verehrung von Charles Manson ausdrücken. Er wolle in seinem Pseudonym nur die beiden Extreme US-amerikanischer Popularität, Marilyn Monroe und Charles Manson, zusammenfassen. © AP
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28 / 28Allerdings veröffentlichte der Schock-Rocker ein Lied von Charles Manson (My Monkey) auf seinem Album Portrait of an American Family. Auch die Band System of a Down zeigt sich zum Teil von Charles Manson inspiriert, etwa mit dem Song ATWA auf dem Album Toxicity. Auch 40 Jahre nach den bestialischen Morden vom August 1969 lebt der irre Manson-Mythos noch. Das Monster wurde zur Pop-Ikone. © dpa

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