China: Sechs Tote nach Explosion in Bergwerk

Peking/Istanbul - Bei einer Explosion in einem chinesischen Kohlebergwerk sind am Donnerstag mindestens sechs Menschen getötet worden. 34 Menschen wurden wegen Verletzungen behandelt.

Möglicherweise sind noch Kumpel unter Tage eingeschlossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Rettungstrupps versorgten am Unglücksort in Pingdingshan in der zentralchinesischen Provinz Henan in 34 Verletzte. Die Explosion beschädigte zahlreiche Gebäude, Einsatzkräfte retteten drei Menschen aus den Trümmern - sie erlitten schwere Verletzungen.

Die Ursache des Unglücks war noch unklar. Drei der Toten sind Sicherheitsleute. Zeugen sagten nach Angaben von Xinhua, sie hätten mehrere Explosionen gehört und gesehen, wie Häuser einstürzten. Mehr als 100 Meter von der Kohlemine Fenghuangling entfernt gingen Scheiben zu Bruch. Erst im vergangenen Monat waren bei einer Explosion in einer illegalen Mine in Pingdingshan 49 Kumpel ums Leben gekommen. In China sterben jedes Jahr Tausende bei Unfällen in Bergwerken. Auch in der Türkei gab es ein Unglück in einem Bergwerk: Drei Kumpel wurden bei einem Brand in einem Kohlestollen eingeschlossen.

Rettungsteams bemühten sich am Donnerstag, die bei Kesan südlich von Edirne in etwa 1000 Meter Tiefe verunglückten Männer zu befreien, wie türkische Medien berichteten. Dazu wurde erst Wasser und dann frische Luft in den Stollen gepumpt. Bereits im Mai hatte es im Norden der Türkei eine schwere Explosion in einem Kohlebergwerk gegeben. Dabei waren 30 Arbeiter getötet worden. In der Türkei kommt es immer wieder zu Grubenunfällen. Oft werden Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen beklagt.

dpa

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