Countdown für Abc-Schützen

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Mit der Schultüte im Arm fühlen sich Abc-Schützen ganz groß. Zugleich wird von ihnen eine neue Selbstständigkeit gefordert. Je positiver die Jungen und Mädchen an die Schule herangehen, desto leichter fällt ihnen der Start.

Der Countdown für die künftigen Erstklässler läuft: Die Kinder fiebern ihrem ersten Schultag nach den Sommerferien in der nächsten Woche entgegen. Der neue Lebensabschnitt verändert nicht nur für die Kleinen den Alltag, auch die Eltern müssen sich auf die neue Situation einstellen. Von Siegfried J. Michel

Wie bereite ich mein Kind am besten auf die Schule vor? Welcher Ranzen ist rückenfreundlich? Was tun, wenn die Klassengemeinschaft nicht funktioniert und gemobbt wird? In Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hat unsere Zeitung auf dieser Seite wichtige und nützliche Tipps und Ratschläge zusammengestellt, damit der Start ins Schulleben gelingt.

Für über 50.000 Kinder in Hessen beginnt mit dem ersten Schultag der „Ernst des Lebens“. Sie gehen nun ihren neuen (Schul-)Weg, auf dem häufig auch Unfallgefahren lauern. So wurden im vergangenen Jahr täglich rund 21 Unfälle auf hessischen Schulwegen gemeldet, vier Prozent mehr als im Jahr 2007, teilte die Kasse mit.

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Die Experten empfehlen, mit den Schulanfängern den sichersten - nicht den kürzesten - Schulweg einzuüben. „Die Sicherheit sollte bei der Wahl der richtigen Strecke an erster Stelle stehen“, sagt TK-Sprecherin Nadine Müller. Wichtig sei beispielsweise, dass Kinder auf dem Schulweg möglichst wenig Straßen und Ausfahrten überqueren müssen. Wenn nötig, sollte man daher zugunsten der Sicherheit auch einen kleinen Umweg einplanen. Insbesondere das richtige Verhalten an Ampeln und Zebrastreifen oder das Überqueren der Fahrbahn müssten Kinder üben, ergänzt die Expertin Denise Jacoby.

Wahl des Schulranzens trägt zur Sicherheit bei

Zudem sei wichtig, „dass Kinder morgens rechtzeitig aus dem Haus gehen. Denn rückt das Klingeln der Schulglocke näher, wächst die Gefahr, dass sie doch schnell bei Rot über die Straße laufen oder eine gefährliche Abkürzung nehmen“, so Müller. Schulanfänger könnten Geschwindigkeiten, Entfernungen herannahender Autos und Gefahren im Straßenverkehr noch nicht sicher abschätzen. Und Müller rät zudem: „Auch wenn die Tochter oder der Sohn bereits gut Fahrrad fahren können, sollte der Weg zur Schule erst nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse mit dem Rad zurückgelegt werden.“

Auch die Wahl des Schulranzens trägt zur Sicherheit der Kleinen im Straßenverkehr bei. Auffällige, reflektierende und fluoreszierende Materialien an den Vorder- und Seitenteilen sind Pflicht. Je ausgeprägter die orangefarbenen oder gelben Signalflächen sind, desto schneller und besser erkennen andere Verkehrsteilnehmer das Schulkind. Das sei bei schlechtem Wetter, in der Dämmerung und bei Dunkelheit besonders wichtig, so die Experten.

Daneben spielt der Tornister natürlich auch noch eine wichtige Rolle beim Thema Rücken und Wirbelsäule. Breite, gepolsterte und verstellbare Träger sowie idealerweise ein integrierter Hüftgurt verteilen das Gewicht gleichmäßig auf das Becken. Das Rückenteil sollte ergonomisch geformt sein und eng anliegen.

Der Ranzen sollte nicht breiter sein als die Schultern des Kindes und mit der Schulterhöhe abschließen. Daher empfehle es sich, den Ranzen vor der Anschaffung wie eine Hose oder Jacke anzuprobieren, raten die TK-Fachleute. Leer sollte ein Ranzen nicht mehr als ein Kilo wiegen und außerdem strapazierfähig und formstabil sein. Es gibt übrigens eine DIN-Norm (Nr. 58124) für Schultaschen. Erfülle ein Ranzen diese Norm, so seien Eltern auf der sicheren Seite, hieß es. Prinzipiell sollten Eltern und Kinder darauf achten, dass im Ranzen nicht unnötiges Gewicht mitgeschleppt wird.

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