Eltern der acht getöteten Babys vor Gericht

Villers-au-Tertre - Nach dem Fund der Leichen von acht Neugeborenen in Nordfrankreich sind die Eltern am Donnerstag in der Stadt Douai dem Untersuchungsrichter vorgeführt worden.

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Der Frau drohe eine Anklage wegen mehrfachen Mordes an unter 15-jährigen Kindern und ihrem Mann wegen Beihilfe, teilte Staatsanwalt Eric Vaillain mit. Die beiden etwa 40-jährigen Eheleute waren am Mittwoch festgenommen worden, nachdem an zwei Stellen auf ihrem Hausgrundstück in dem Dorf Villers-au-Tertre in der Nähe der Stadt Lille die Kinderleichen entdeckt worden waren. Die Polizei durchsuchte das Gelände weiter und versiegelte es.

Vor fünf Jahren hatte ein ähnlicher Fall in Deutschland für Aufsehen gesorgt: Auf einem Grundstück im brandenburgischen Brieskow-Finkenheerd wurden 2005 die Überreste von neun Kleinkindern in Blumenkübeln gefunden. Die damals 39-Jährige Mutter hatte über fast zehn Jahre neun ihrer 13 Kinder direkt nach der Geburt sterben lassen und die Leichen dann versteckt. Das Gericht verurteilte sie zu 15 Jahren Haft wegen Totschlags durch Unterlassen.

dapd

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