Sie erhofften sich gutes Omen

Eltern wählen ungewöhnlichen Namen für ihr Kind - jetzt erhalten sie Todesdrohungen

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Der afghanische Junge Donald Trump.

Mit dem Namen, den sie ihrem Kind gegeben haben, hat ein Elternpaar aus Afghanistan einen heftigen Shitstorm ausgelöst. Es hagelt Drohungen und Beleidigungen.

Unbeschwert schiebt der kleine Donald Trump eine Lauflernhilfe über den Teppich - der 18 Monate alte Junge aus der afghanischen Hauptstadt Kabul weiß noch nicht, dass sein Name die Gemüter erhitzt. Von der Namenswahl nach dem Milliardär und heutigen US-Präsidenten hatten sich seine Eltern ein gutes Omen für ein erfolgreiches Leben ihres jüngsten Kindes versprochen. Doch nun sind sie Zielscheibe heftiger Beschimpfungen. In sozialen Netzwerken erregen sich Muslime über den "ungläubigen Namen".

"Ich wusste nicht, dass Afghanen so sensibel auf Namen reagieren", sagt Donald Trumps Vater Sajed Assadullah Puja der Nachrichtenagentur AFP, während der Kleine auf einem Smartphone mit einer Musik-App spielt. Sogar Todesdrohungen gegen das Kind habe es gegeben.

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Auslöser des Shitstorms war ein auf Facebook veröffentlichtes Foto des Namensdokumentes des kleinen Jungen. Jemand habe das Bild im Internet veröffentlicht, sagt Sajed. Angesichts der "vulgären und beleidigenden" Reaktionen habe er seine Facebook-Seite schließen müssen.

Nachbarn bedrohen die Familie

Einige werfen Sajed vor, dass er sich von der Namenswahl Asyl in den USA verspreche, was der 28-Jährige vehement bestreitet. Nachbarn in dem schiitisch dominierten Stadtviertel von Kabul haben die Familie bedroht und sie aufgefordert, wegzuziehen. "Wenn ich rausgehe, fühle ich mich bedroht", sagt Sajed.

Donald kam einige Monate vor der US-Präsidentschaftswahl von November 2016 auf dem Bauernhof von Sajeds Familie in der zentralafghanischen Provinz Daikundi zur Welt. Als den Eltern des jungen Vaters klar wurde, dass er die Namenswahl ernst meinte, gab es Streit. Sajed zog mit seiner Familie nach Kabul. Die junge Familie, zu der auch Ehefrau Dschamila, die neunjährige Fatima und der achtjährige Karim gehören, lebt in einem kleinen Zimmer in einem heruntergekommenen Viertel.

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Eltern erhofften sich gutes Omen

Sajed hatte sich früher in der Bücherei die persischsprachigen Ausgaben einiger von Trumps Büchern ausgeliehen, darunter der Titel "Wie man reich wird". "Ich habe mich viel mit ihm beschäftigt und das hat mich dazu gebracht, meinen Sohn nach ihm zu benennen", sagt er. Er hoffe, sein Sohn werde einmal "genauso erfolgreich" - Fotos des älteren Trump machten den kleinen Namensvetter jedenfalls schon "glücklich", sagt er.

Dass sein Sohn später wegen seines Namens Probleme bekommen könnte, weiß der Vater: "Er wird wahrscheinlich von seinen Klassenkameraden geärgert oder verprügelt werden", konstatiert Sajed nüchtern und fügt trotzig hinzu: "Ich würde ihn wieder so nennen. Zum Teufel mit den anderen Leuten."

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afp

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