UN von Erdbeben schwer betroffen

Paris/New York - Von dem Erdbeben in Haiti sind auch die Vereinten Nationen schwer betroffen. Das Hauptquartier der MINUSTAH- Friedenstruppe in Port-au-Prince sei schwer beschädigt, habe das Erdbeben aber überstanden, hieß es am späten Dienstagabend (Ortszeit) bei den UN in New York.

Allerdings sei noch nicht bekannt, ob es auch Opfer unter den UN-Mitarbeitern gibt. “Die Verbindung zu den Männern und Frauen in Haiti ist sehr dünn. Das Erdbeben hat alle Kommunikationsmöglichkeiten unterbrochen“, sagte Alain Le Roy, Untergeneralsekretär für friedenserhaltende Maßnahmen. Am Mittwoch wollte sich auch Generalsekretär Ban Ki Moon zu der Katastrophe äußern. “Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich im Gebäude aufhielten“, sagte Leroy dem Sender France-Info. Üblicherweise seien dort zwischen 200 und 300 Menschen beschäftigt.

Die Katastrophe sei am späten Nachmittag passiert, also außerhalb der Geschäftszeit. Die UN-Mission MINUSTAH hat derzeit etwa 7000 Soldaten und 2000 Polizisten im Einsatz. Hinzu kommen rund 500 nicht-militärische Mitarbeiter aus dem Ausland und 1200 örtliche Beschäftigte. Die Soldaten kommen aus zahlreichen südamerikanischen Ländern, aber auch aus Frankreich und den USA. Deutschland hat keine Soldaten in der UN-Mission auf Haiti.

dpa

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