„Erfolgreichste“ Musik-Piraten vor Gericht

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Schnelle Musik-Piraten: In vielen Fallen stellte die „Rabid Neurosis“-Crew CDs schon vor dem offiziellen Veröffentlichungsdatum ins Netz (Symbolfoto).

New York - 25.000 Musik-Alben sollen die Mitglieder der „Rabid Neurosis“-Crew illegal im Netz zum Download bereitgestellt haben - die „erfolgreichsten“ Musik-Piraten der Netz-Geschichte. Jetzt stehen sechs Männer vor Gericht.

Im Jahr 1996 startete die „Rabid Neurosis“-Crew (RNS) mit ihren sogenannten Releases. Das erste Album, das sie ins Netz stellten, war „Ride the Lightning“ von Metallica. Bis heute erarbeiteten sich die Mitglieder den Ruf, die erfolgreichsten Musik-Piraten zu sein.

Wie das Internetportal „The Register“ berichtet, seien viele Alben sogar schon vor der offiziellen Veröffentlichung im Netz zu haben gewesen. So veröffentlichte ein RNS-Pirat das Album „Thunderbird“ von Cassandra Wilson im März 2006 rund einen Monat vor dem offiziellen Termin. Ihre Quellen hätten die RNS-Mitglieder bei Radiostationen, Händlern und CD-Produktionsfirmen rund um den Globus gehabt.

Nun stehen sechs Männer in den USA vor Gericht, die Mitglieder der RNS-Crew sein sollen. Sie müssen sich wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung und Urheberrechtsverletzungen verantworten. Jedem von ihnen drohen eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar - plus mögliche Schadensersatzforderungen.

len

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