Erste Fortschritte im Kampf gegen Waldbrände

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Der Feuersturm forderte bereits Menschenleben: Am Sonntag starben zwei Feuerwehrleute, als ihr Fahrzeug einen steilen Abhang hinabstürzte

San Francisco - Sechs Tage lang haben die Menschen in Los Angeles einen verzweifelten Kampf gegen die Waldbrände ausgetragen, endlich meldet die Feuerwehr erste Fortschritte.

Bis zum Abend (Ortszeit) konnten die massiven Brände nordöstlich von Los Angeles zu 22 Prozent eingedämmt werden, teilten die Verantwortlichen mit. “Das ist der erste Tag mit guten Nachrichten“, sagte Mike Dietrich von der US-Waldbehörde. Den knapp 3000 Feuerwehrleuten waren nach einer tagelangen Hitzewelle kühlere und feuchte Luft zur Hilfe gekommen.

Bis zum Montag hatten die Flammen mehr als 50 Gebäude vernichtet. Weitere Schäden wurden seither nicht mehr gemeldet, das Feuer bedrohte aber noch tausende Häuser in den waldnahen Vororten der Millionenmetropole. Auf einer Breite von 40 Kilometern hat die Feuerwalze bereits ein Fläche von über 500 Quadratkilometern verkohlt.

“Feuer, Feuer, Feuer, überall in Kalifornien“, klagte Gouverneur Arnold Schwarzenegger am Dienstagmorgen (Ortszeit) beim Besuch eines Brandgebietes im Bezirk San Bernadino, östlich von Los Angeles. “Wir tun alles in unserer Macht, um Leben und Eigentum zu retten“, versicherte der frühere Action-Star. Die Feuerwehr kämpfte landesweit gegen acht größere Feuer an.

Ein Schwerpunkt war die Rettung des 105 Jahre alten Mount Wilson- Observatoriums nahe Los Angeles, wo auch Sendetürme für rund 50 Fernseh- und Radiostationen stehen. Die Bergregion war am Dienstag von Flammen umzingelt. Die Gebäude sollten vorsichtshalber mit feuerhemmenden Chemikalien besprüht werden.

Der Feuersturm forderte bereits Menschenleben: Am Sonntag starben zwei Feuerwehrleute, als ihr Fahrzeug einen steilen Abhang hinabstürzte. Mehrere Anwohner, die ihre Häuser nicht geräumt hatten, erlitten Verbrennungen. Schwarzenegger rief dazu auf, den Evakuierungsbefehlen der Feuerwehr Folge zu leisten.

dpa

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