Fast 100 Tote nach Bootsunfällen in Indien

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Bei zwei Bootsunfällen in Indien sind 100 Menschen gestorben.

Neu Delhi - Nach zwei Bootsunfällen in Indien ist die Zahl der Opfer am Donnerstag auf beinahe 100 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Toten sind nach Angaben der Behörden Kinder.

Die Polizei in der südindischen Urlauberhochburg Kerala teilte mit, nach dem Kentern eines Touristenbootes in einem Naturreservat seien acht weitere Leichen aus einem See geborgen worden. Die Opferzahl liege damit bei 39, darunter 13 Kinder. Bislang seien keine Leichen von ausländischen Urlaubern gefunden worden.

Nach einem Bootsunglück im ostindischen Bundesstaat Bihar stieg die Zahl der Opfer dort auf 58, darunter mindestens 42 Kinder. In Kerala war das doppelstöckige Boot mit 76 Touristen an Bord am Mittwochabend gekentert, als Passagiere auf eine Seite strömten, um eine wilde Elefantenherde zu beobachten. 20 Urlauber, darunter vier Ausländer, hätten sich schwimmend in Sicherheit bringen können, sagte ein Polizeisprecher.

Marinetaucher würden die Suche nach Vermissten fortsetzen. Indische Medien berichteten, möglicherweise hätten die Bootsbetreiber Sicherheitsbestimmungen nicht beachtet. So sei das Boot nur für 70 Passagiere zugelassen gewesen. Schwimmwesten seien nicht ausgegeben worden. Es habe außerdem keinen Touristenführer an Bord gegeben, der die Urlauber vor schnellen Bewegungen auf eine Seite des Bootes hätte warnen können.

Medienberichte über ausländische Opfer wies die Polizei am Donnerstag zurück. In Bihar fanden Dorfbewohner unterdessen zwei weitere Leichen. Auf dem Fluss Bagmati war bereits am Montagabend ein überladenes Boot bei heftigem Regen und bei starken Böen gekentert. Die Dorfbewohner an Bord waren auf dem Rückweg von einem Hindu-Fest.

dpa

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