Forscher: Tage seit Beben in Chile länger

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Erdbeben in Chile.

Wien - Die Vermutungen der Nasa, dass die Erde sich seit dem starken Erdbeben in Chile im Februar schneller dreht, erwies sich als falsch. Forscher haben herausgefunden, dass sie sich langsamer dreht.

Experten am Institut für Geodäsie und Geophysik der TU Wien haben als Teil eines internationalen Teams die Erde in der schwer verwüsteten chilenischen Stadt Concepción vermessen.

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Nach dem Beben im Februar ist die "südamerkianische Platte" laut den Forschern um drei Meter nach Westen gewandert und sogar auseinander gezogen worden. Das wirke sich auf die Rotation der Erde aus, sagen die Wissenschaftler. Weil die Masse der Erde nun verlagert sei, habe sich die Drehgeschwindigkeit und die Rotationsachse verändert.

Für alle Nicht-Geodäten heißt das: Die Tage werden länger, weil sich die Erde ein klein wenig langsamer dreht. Das mache laut der Forscher jeden Tag 0,3 Mikrosekunden aus.

Diese geodätischen Messungen (Geodäsie bedeutet "Vermessung der Erde") sind wichtig, um Ursache und Wirkung von Naturkatastrophen zu beurteilen. Sie bestimmen mit Hilfe von GPS die Deformation der Erdkruste und die Verschiebung der Kontinentalplatten.

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