Freispruch, weil Fische keine Gefühle haben

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Dänische Richter glauben, dass Goldfische keine Gefühle haben.

Kopenhagen - Der Tod von 13 Aquarienfischen für einen Verbrauchertest im dänischen Fernsehen bleibt ungesühnt, weil die Richter Fische für gefühllos halten.

Sie sprachen am Freitag am Kopenhagener Oberlandesgericht eine Fernsehjournalistin frei, die mit den Fischen die Gefährlichkeit eines Antischuppen-Shampoos beweisen wollte - und das auch schaffte: Alle Fische in dem Aquarium mit einer beigefügten Menge des besagten Haarwaschmittels starben innerhalb von drei Tagen. Die Fische in zwei Behältern mit schonenderen Shampoos überlebten den eigenwilligen Test für das Verbrauchermagazin.

Tierschützer hatten die Journalistin angezeigt. Sie wurde in erster Instanz ohne Strafmaß schuldig gesprochen. Die zweite Instanz hob das Urteil mit der Begründung auf, dass “keine Beweise für Schmerz, Leiden oder Angst bei den Fischen erbracht werden konnten“. Vielleicht wegen der heimischen Fischfang-Tradition gehen manche Dänen mit Fischen wenig rücksichtsvoll um.

Das Trapholt-Museum in Kolding erregte im Jahr 2000 internationales Aufsehen, weil es das Zerhacken von Goldfischen in einer Küchenmaschine zugelassen hatte. Ein Künstler hatte die Fische in dem Behälter der Maschine schwimmen lassen, die Besucher anstellen konnten. Das geschah dann genau einmal - nach Aussage der Museumsleitung erst auf Drängen wartender Journalisten. Sie wurde trotzdem zu einem Bußgeld verurteilt.

dpa

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