Geiseldrama auf spanischem Schiff spitzt sich zu

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Auf dem Schiff „Alakrana“ werden 36 Besatzungsmitglieder als Geiseln festgehalten.

Madrid - Das seit mehr als einem Monat andauernde Geiseldrama auf einem spanischen Trawler, der in der Gewalt somalischer Piraten ist, hat sich zugespitzt.

Die Seeräuber feuerten am Donnerstag eine Granate und mehrere Schüsse auf eine spanische Fregatte ab, die in der Nähe der “Alakrana“ vor der somalischen Küste vor Anker liegt.

An Bord des Schiffs sind 36 Besatzungsmitglieder, darunter 16 Spanier. Sie sind seit mehr als einem Monat in der Gewalt der Piraten. Die Somalier verlangen die Zahlung eines Lösegelds und die Freilassung von zwei Komplizen, die sich in Spanien in Untersuchungshaft befinden.

Die Piraten hätten drei Besatzungsmitglieder auf das somalische Festland gebracht, berichtete die Ehefrau einer spanischen Geisel. Die Seeräuber hätten damit gedroht, ihre Geiseln an die Familien der in Spanien inhaftierten Komplizen auszuliefern. Die Ehefrau berief sich auf ihren Mann, mit dem sie über Funktelefon gesprochen habe. Die Spanier an Bord der “Alakrana“ bangten um ihr Leben, sagte sie. Das Trinkwasser auf dem Schiff werde knapp.

Die spanische Regierung berief ein Krisenkabinett ein. Vizeministerpräsidentin María Teresa Fernández de la Vega appellierte an die Angehörigen der Seeleute, Ruhe zu bewahren.

dpa

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