Geldspritze für Pharmabranche

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Die Spritzen mit dem Grippe-Impfstoff werden bald aufgezogen - eine Zwei-Klassen-Medizin?

Offenbach/Berlin (fp) ‐ Der Verdacht erhärtet sich, dass nicht nur medizinische Gründe zur Empfehlung einer Impfung gegen Schweinegrippe geführt haben.

Angeheizt vom Vorwurf der Zwei-Klassen-Medizin, weil sich Politiker im Gegensatz zum gemeinen Volk einen Impfstoff gönnen, der ohne Nebenwirkungen auskommen soll, wird die Impfung in der Bevölkerung auch aufgrund der ausbleibenden Pandemie bedrohlicher wahrgenommen als das H1N1-Virus selbst. Weil der medizinische Nutzen äußerst umstritten ist und immer mehr Ärzte von der Impfung abraten, gerät die ganze Aktion zur Farce, denn der Erfolg einer Impfkampagne hängt von Vertrauen ab. Das aber ist restlos zerstört, nachdem bestimmte Bevölkerungsgruppen eine Sonderbehandlung erfahren sollen.

Aber um dieses Vertrauen war es von Anfang an schon nicht gut bestellt, als nämlich aufgedeckt wurde, dass die Pharmabranche finanzielle Abhängigkeiten von Zulassungsbehörden und Mitgliedern der deutschen Impfkommission geschaffen hat und von der Politik per Geheimvertrag von jeglicher Haftung befreit wurde, „da aufgrund der besonderen Situation im Pandemiefall weder umfangreiche klinische Daten noch Erfahrungen mit dem Pandemie-Impfstoff in seiner konkreten Zusammensetzung vorliegen“.

Wirkverstärker würden die Impfungen drastisch verteuern

Die Kritik am Großversuch mit Millionen von Bundesbürgern hat also durchaus seine Berechtigung. Erschwerend kommt hinzu, dass jede der beiden adjuvantierten Schweinegrippeimpfstoffe „Pandemix“ (GlaxoSmithKline und „Focetria“ (Novartis) wegen der unterschiedlichen Herstellungsverfahren und der verschiedenen Wirkverstärkersysteme gesondert hinsichtlich Nutzen und Schaden geprüft werden müsste. Dem Urteil der Autoren des „Arznei-Telegramms“ ist nichts hinzuzufügen: „Mit Wirkverstärker-Vakzinen gegen Schweinegrippe verlassen Zulassungsbehörden und Hersteller die Strategie, eine optimale Verträglichkeit von Impfstoffen sicher zu stellen und verstoßen gegen ein Grundprinzip des vorbeugenden Verbraucherschutzes. Stattdessen ziehen sie billiger herzustellende, aber teuer verkaufte und schlecht verträgliche Produkte vor.“ Die Wirkverstärker würden die Impfungen drastisch verteuern, heißt es unter Bezug auf den vorliegenden „Geheimvertrag“. Die Spritze gegen die Grippe scheint vor allem eines zu sein - eine Konjunkturspritze für die Pharmaindustrie.

Den Vorwurf, die Branche stelle die Profite über die Sicherheit der Menschen, dürften die Firmen schwerlich entkräften können, zumal die ARD gestern Abend mit der Dokumentation „Heilung unerwünscht“ kräftig nachlegte. Demnach könnte vielen Millionen Menschen in Deutschland mit schweren Hauterkrankungen geholfen werden, wenn man sie mit einer neu erfundenen Spezial-Salbe behandeln würde. Das haben Wissenschaftler und Ärzte festgestellt. Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen. Die Salbe ist wohl „zu“ gut: Weil das Mittel gleichermaßen wirkungsvoll wie preiswert ist, fürchtet sie offenbar die Konkurrenz zu den eigenen viel teureren Mitteln.

Einige Pharmakonzerne wollen die Patentrechte des speziellen Haut-Medikaments sogar kaufen, um dessen Vermarktung komplett zu verhindern. Das „Aspirin für die Haut“ solle auf keinen Fall in den Handel kommen, heißt es.

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