Honiggläser für angeschossenen Berner Bären

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Rettungskräfte tragen den schwerverletzten Mann aus dem Berner Bärenpark.

Bern - Dem angeschossenen Berner Bären Finn geht es etwas besser. Er sei vermutlich außer Lebensgefahr, teilte der Schweizer Tierpark Dählhölzli am Dienstag mit.

Das Tier war am Samstag angeschossen worden, nachdem es in seinem Gehege einen Mann angegriffen hatte. Über Bern hinaus fand der Vorfall viel Beachtung. Mitfühlende legten am Bären-Park auch Honiggläser ab. Ein offenbar geistig Behinderter war in das Bärengehege gesprungen und von dem Bären angegriffen worden. Polizisten schossen auf das Tier mit Munition, die im Körper zersplittert. Der verletzte 25- Jährige befindet sich nach Angaben der Kantonspolizei Bern noch im Krankenhaus. Er ist außer Lebensgefahr, aber über seinen Zustand gab es keine neuen Angaben.

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Nach Angaben des Tierparks wird das vierjährige Tier weiter mit Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt. Bei der Fütterung sei der Bär sogar schnell aufgestanden und habe gut gefressen. Insgesamt bewege sich Finn, der 250 Kilogramm wiegt, deutlich aktiver und schneller als am Vortag. Tierparkdirektor Bernd Schildger berichtete, er habe viele E-Mails mit Genesungswünschen erhalten. Die Besucher des Bären-Parks, in dem der in Finnland geborene Bär erst seit Mitte Oktober lebt, legten Karten mit Genesungswünschen ab.

Finn, der 2008 in die Schweiz kam, liegt die meiste Zeit auf Stroh. Sein dänisches Bärenweibchen Björk darf zurzeit nicht zu ihm. In dem wegen seiner Architektur und seiner Kosten von 24 Millionen Franken (fast 16 Millionen Euro) umstrittenen neuen Bären-Park in Bern, direkt an der Aare, leben auch die Jungbären Mischa und Mascha, die das russische Präsidentenpaar Medwedew der Stadt Bern schenkte.

dpa

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