Interpol fasst Tigerpillen-Händler

Paris - Im Kampf gegen den Handel mit Tigerpillen, Bärengalle oder Nashornpräparaten ist der internationalen Polizeibehörde Interpol ein großer Erfolg gelungen.

Fahnder aus 18 Ländern stellten bei einer vierwöchigen Gemeinschaftsaktion tausende illegale Medikamente im Wert von mehr als zehn Millionen Euro sicher. Zudem gab es etliche Festnahmen, wie Interpol am Freitag im französischen Lyon mitteilte. “Ziel der Aktion war es, den Handel mit gefährdeten Wildtieren zu bekämpfen“, sagte der Interpol-Experte für Umweltdelikte, David Higgins.

An der Aktion waren unter anderem Fahnder in Kanada, Frankreich, Nigeria, Großbritannien und Neuseeland beteilt. Deutsche Behörden waren nicht beteiligt. Präparate, die Bestandteile bedrohter Tierarten enthalten, finden vor allem in der traditionellen asiatischen Medizin Anwendung. Tigerpillen bestehen beispielsweise hauptsächlich aus Tigerknochen und werden zur Behandlung von Rheuma eingesetzt. Produkte mit Bärengallensaft oder Hornmehl von Nashörnern werden unter anderem bei hohem Fieber verabreicht.

dpa

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