Corona-Pandemie

Inzidenz in Großbritannien bei fast 400 und knapp 50.000 Neuinfektionen

Zwei Personen mit Mund-Nasen-Schutz gehen in einer U-Bahn-Station im Zentrum Londons.
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Immer mehr Menschen infizieren sich in Großbritannien mit dem Coronavirus. Trotz aller Warnungen werden zumindest im englischen Landesteil ab Montag sämtliche Corona-Maßnahmen aufgehoben. Auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Nachverkehr entfällt dann.

Großbritanniens Infektionszahlen schießen weiter hoch. Freitag meldet Vereinigtes Königreich Inzidenz von 385 und fast 50.000 Neuinfektionen. Montag fällt Maskenpflicht.

London – Die Inzidenz in Großbritannien schießt weiter in die Höhe. Infizierten sich am Donnerstag noch rund 360 Personen von 100.000 innerhalb einer Woche, waren es am Freitagvormittag, 16. Juli 2021, schon 384,8. Gleichzeitig vermeldeten die britischen Gesundeitsbehörden 48.641 Neuninfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Es gibt 67 neue Todesfälle in UK.

Königreich in Europa:Großbritannien
Staatsoberhaupt:Queen Elizabeth II
Premierminister:Boris Johnson (Conservative Party)
Hauptstadt:London
Fläche:242.495 Quadratkilometer
Einwohner:66,8 Millionen (Stand: 2019)

In den britischen Krankenhäusern bleibt die Lage trotz der hohen Infektionszahlen weiterhin entspannt. Derzeit sind im gesamten Vereinigten Königreich lediglich 3.615 Menschen hospitalisiert, 522 davon auf Intensivstationen.

Inzidenz in Großbritannien bei fast 400: Warnungen vor Folgen von Lockerungen werden laut

Das UK befindet sich damit voll in der vierten Welle, die derzeit auch Deutschland bedroht. Zwar sind die Infektionen hierzulande mit einer 7-Tage-Inzidenz von nur 8,6 immer noch sehr niedrig, allerdings hat sich dieser Wert in den vergangenen Tagen auch verdoppelt. Behält der Wert diese Geschwindigkeit bei, dürften auch in Deutschland die Infektionszahlen bald wieder kräftig in die Höhe schießen.

Trotz der wenigen Hospitalisierungen in Großbritannien und den herannahenden Lockerungen ab Montag, 19. Juli 2021, im englischen Landesteil, bleibt die Lage auf den Inseln angespannt und die Warnungen vor den Folgen werden lauter. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen könne innerhalb weniger Wochen ein „ziemlich beängstigendes“ Niveau erreichen, sagte der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty. Auch deshalb, versucht derzeit Londons Bürgermeister Sadiq Khan beispielsweise die Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr zu verhindern.

„Wir sollten nicht unterschätzen, dass wir überraschend schnell wieder in Schwierigkeiten geraten könnten.“ Auch wegen des Impfprogramms stehe Großbritannien zwar gut da. Aber: „Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus“, sagte Whitty bei einem Webinar des Londoner Science Museum am Donnerstagabend.

Vereinigtes Königreich meldet fast 50.000 Corona-Infektionen: Johnson ruft weiterhin zur Vorsicht auf

Zuvor hatte Premierminister Boris Johnson (Conservative Party) davor gewarnt, jede Vorsicht über Bord zu werfen, wenn am Montag Abstandsregeln und Maskenpflicht enden, Nachtclubs öffnen und bei Veranstaltungen keine Obergrenze für Teilnehmer mehr gilt.

Whitty zeigte sich überzeugt, dass die meisten Menschen sich weiterhin rücksichtsvoll verhalten würden. Johnson hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass „das Schlimmste“ hinter dem Land liege, „wenn wir vorsichtig sind und diese Krankheit und ihre andauernde Bedrohung weiterhin respektieren“. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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