Japan schießt Spionage-Satellit ins All 

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Japan hat am Montag Morgen einen Radarsatellliten ins All geschossen

Tokio - Japan hat am Montag Morgen einen Radarsatelliten erfolgreich ins All befördert. Der Satellit soll einerseits helfen, Daten über Naturkatastrophen zu sammeln. Er hat aber auch noch eine andere Aufgabe.

Eine Trägerrakete vom Typ H-2A hob am Montag mit dem künstlichen Erdtrabanten vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima in der Südprovinz Kagoshima ab, wie die japanische Weltraumbehörde JAXA mitteilte. Bereits im September hatte Japan einen Radarsatelliten ins All gebracht.

Der neue Satellit sammelt Daten über Naturkatastrophen. Er ist aber laut Medien  auch Teil des Programms, angesichts der empfundenen Bedrohung durch das benachbarte Nordkorea die eigenen Erkundungsmöglichkeiten mit Satelliten zu verbessern.

Nachdem das kommunistische Nordkorea im Jahr 1998 eine ballistische Rakete abgefeuert hatte, von der Teile über Japan hinweggeflogen und im Pazifik niedergegangen waren, hatte die Regierung in Tokio den Bau von Spionagesatelliten beschlossen.

Erste Informationen in einigen Monaten

Japan hat seither bereits vier optische Satelliten zum Sammeln von Informationen in den Weltraum befördert, doch der letzte ist noch nicht voll funktionstüchtig. Zwei bereits ins All beförderte Radarsatelliten funktionierten nicht. Die ersten beiden Spionagesatelliten hoben 2003 ab. Der Start eines weiteren künstlichen Erdtrabanten ist für kommendes Jahr geplant.

Der am Montag ins All beförderte Satellit wird in einigen Monaten erste Informationen liefern können, wie eine Gewährsperson der Nachrichtenagentur AP sagte. Tokio will die Satelliten nutzen, um Informationen über jeden beliebigen Flecken auf dem Planeten mindestens einmal täglich zu erhalten.

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dapd

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