Jugendliche haben häufig ungeschützten Sex

Hannover - Einer weltweiten Studie zufolge haben Jugendliche immer häufiger ungeschützten Sex. Die Gründe dafür sind vielfältig, haben aber meist mit mangelnder Aufklärung zu tun. 

Jugendliche verzichten einer internationalen Studie zufolge beim Sex immer häufiger auf Verhütung. Fast die Hälfte der mehr als 5200 Befragten (45 Prozent) aus 25 Ländern in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum gab an, dass sie schon einmal ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte. Ein Jahr zuvor waren es noch 36 Prozent. Die jungen Frauen und Männer nannten als Grund vor allem, dass sie keine Verhütungsmittel zur Verfügung gehabt hätten, teilte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Dienstag mit.

Nur die Hälfte der Jugendlichen meint, dass sie genug über Möglichkeiten der Verhütung weiß. Mehr als ein Drittel der Jugendlichen in der Türkei hält Duschen oder Baden nach dem Sex für ausreichend, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen. In Thailand erklärte ein Drittel der Jugendlichen, es sei “nicht cool“, die Pille zu nehmen oder ein Kondom zu benutzen.

Weltweit bringen den Angaben zufolge jedes Jahr 14 Millionen junge Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ein Kind zur Welt. “Die Botschaft der Studie ist klar“, sagte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. “Nur gut aufgeklärte Jugendliche können verantwortungsbewusste Entscheidungen über ihr Sexualleben treffen.“ Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) stellte die Ergebnisse der Studie in Hannover zum Weltverhütungstag am 26. September gemeinsam mit neun weiteren international tätigen Organisationen vor. In Deutschland wurde niemand befragt.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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