Junge klagt wegen schlechter Schulausbildung

Sydney - Ein 15-Jähriger verklagt die australischen Schulbehörden, weil er kaum lesen und rechnen kann. Er fordert Schadenersatz, weil die Schule schuld daran sei, dass er ein geringes Einkommen haben werde.

Der Bundesstaat Victoria verspreche eine “Weltklasse-Ausbildung“, doch bei ihm habe sie versagt, argumentierten die Anwälte des lernbehinderten Schülers Stefan Benic am Montag vor einem Gericht in Melbourne. Der Junge will Schadenersatz, weil er in seinem Leben wahrscheinlich nicht viel verdienen kann - und daran sei die Schule schuld.

Benic leidet nach Angaben seiner Anwälte unter einem Sprachfehler, Lernschwäche und Angstzuständen, außerdem sei er hyperaktiv. Der Junge sei aber intelligent und deshalb in einer Sonderschule fehl am Platz. Er las bei seiner Versetzung in die 7. Klasse wie ein Sechsjährger. Heute besucht er die 10. Klasse.

dpa

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