Kasachstan: Mindestens 35 Tote nach Dammbruch

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Tausende sind durch die Fluwelle nach dem Bruch des Staudamms obdachlos geworden.

Almaty - Nach dem Bruch eines Staudammes in Kasachstan in Zentralasien ist der Zahl der Toten auf mindestens 35 gestiegen.

Unter den Opfern waren auch sieben Kinder, wie Medien am Sonntag berichteten. Eine zwei Meter hohe Flutwelle verschlang ein Dorf am Stausee Kysyl-Agasch im Gebiet Almaty im Südosten des Landes und riss viele Menschen in den Tod. Das teilte der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew nach Angaben der Staatsagentur Kazinform mit. Er machte die Eigentümer des Staudamms für die Katastrophe verantwortlich.

Medien berichteten, dass der Damm in der Nacht zum Freitag wegen starker Regenfälle und Tauwetter gebrochen war. Ein Augenzeuge sprach von deutlich mehr Opfern in dem Dorf mit rund 3000 Einwohnern. Eine Behördensprecherin des betroffenen Gebiets an der Grenze zu China sagte, dass 70 Prozent des Dorfes zerstört seien. Nasarbajew forderte eine Bestrafung der Stausee-Verantwortlichen, weil diese nicht genügend Vorsorge gegen das Frühjahrshochwasser getroffen hätten. In der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik haben es die staatlich kontrollierten Medien schwer, an Informationen zu kommen.

dpa

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