Lebenszeichen von deutschen Jemen-Geiseln

+
Von den deutschen Jemen-Geiseln aus Sachsen gibt es angeblich ein Lebenszeichen

Berlin - Von den Kindern der vor einem halben Jahr im Jemen verschleppten fünfköpfigen Familie aus Sachsen gibt es offenbar ein Lebenszeichen.

Im Fall der vor gut einem halben Jahr entführten fünfköpfigen deutschen Familie im Jemen gibt es kurz vor Weihnachten wieder Hoffnung. Von den drei Kindern sei ein Lebenszeichen aufgetaucht, berichtete die “Bild“-Zeitung (Mittwoch). Der Bundesregierung liege ein Video der Kidnapper vor, das offenbar aus den vergangenen Wochen stamme.

Deutsche als Entführungsopfer

Deutsche als Entführungsopfer

Das Auswärtige Amt (AA) wollte den Bericht und die Existenz des Videos weder bestätigen noch dementieren. Der Krisenstab sei unvermindert um eine Lösung des Falles bemüht, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch in Berlin.

Der Pfarrer Reinhard Pötschke ist der Sprecher der im Jemen entführten fünfköpfigen sächsischen Familie. Angeblich gibt es ein Lebenszeichen der Geiseln.

Die Video-Aufnahme zeige, dass zumindest die drei Kinder im Alter von einem, drei und fünf Jahren noch lebten, schreibt das Blatt und zitiert einen hohen Regierungsbeamten: “Die Kinder machen einen erschöpften Eindruck.“ Über das Schicksal der Eltern herrsche weiter Unklarheit. Mitte Juni war die Familie aus Sachsen im Jemen verschleppt worden. Das Ehepaar hatte in einem Krankenhaus der Provinz Saada gearbeitet. Zwei deutsche Frauen und eine Koreanerin, die gemeinsam mit der Familie entführt worden waren, wurden später erschossen aufgefunden.

Als Vermittler ist der frühere Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog tätig. Er war im Dezember 2005 mit seiner Familie selbst Opfer einer Geiselnahme im Jemen geworden und kam nach drei Tagen frei. Im Dezember reiste Chrobog (69) nun wieder im Auftrag des AA- Krisenstabes in den Jemen, um sich dort für die entführte Familie aus Sachsen einzusetzen.

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare