Lufthansa-Passagiere warten Stunden auf JFK-Rollfeld 

New York - Der Schneesturm hat sich gelegt, doch das Chaos auf den Flughäfen bleibt: Nach der Landung mussten Passagiere eines Lufthansa-Fluges mehr als sechs Stunden im Flugzeug warten.

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Die Maschine habe auf dem John F. Kennedy Airport keinen Flugsteig zugewiesen bekommen und deshalb so lange auf dem Rollfeld gestanden, meldete CNN am Mittwochabend (Ortszeit). Das Flugzeug gehörte zu den ersten Maschinen aus Deutschland, die nach dem schweren Schneesturm vom Montag wieder in New York gelandet waren. Damit hatten die Passagiere fast so lange, wie sie über den Atlantik geflogen waren, noch einmal auf dem Rollfeld warten müssen - nur ein paar Schritte von der Ankunftshalle entfernt.

Betroffen von der Wartezeit waren alle Airlines, die am Mittwoch auf dem John F. Kennedy Airport landeten, sagte ein Lufthansa- Sprecher am Donnerstag in Frankfurt. Von der Lufthansa seien zwei Maschinen aus Frankfurt und eine aus München betroffen gewesen. Die Wartezeit sei eine starke Belastung für die Passagiere und die Crew gewesen. “Solche Unzulänglichkeiten bei der Räumung des Flughafens werden auf den Schultern der Fluggäste und der Airlines abgeladen“, kritisierte der Sprecher.

Lufthansa wäre ja nicht zum Kennedy Airport geflogen, wenn von dort nicht das Signal gekommen wäre, dass alles wieder in Ordnung sei. Auf dem New Yorker Flughafen Newark “ging alles trotz ähnlicher Wetterlage“.

Auch Passagiere aus London, Paris, Mexiko-Stadt und anderen Städten mussten ähnlich lange auf dem Rollfeld warten. Die Spitze erreichte ein Flug aus Korea: Die Passagiere, die schon mehr als 15 Stunden in den Knochen hatten, durften laut CNN am Mittwoch früh nach neuneinhalb Stunden Zwangspause auf dem Rollfeld aussteigen.

In New York sagte ein Sprecher der auch für die drei Flughäfen der Stadt zuständigen Port Authority, die Fluglinien seien angewiesen worden, gar nicht erst abzufliegen, wenn ihnen kein Gate für die Ankunft zugesagt worden sei. “Anscheinend hat das aber nicht geholfen“, erklärte Sprecher Steve Coleman dem Nachrichtensender CNN.

dpa

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