Massaker in Burundi

Bujumbura - In einem Fluss westlich der burundischen Hauptstadt Bujumbura sind in den vergangenen Tagen 14 teils mit Macheten verstümmelte Leichen gefunden worden. Einer der Toten sei enthauptet worden.

Das berichtete der britische Rundfunksender BBC. Die Toten seien bisher nicht identifiziert worden. Mit dem Leichenfund wächst die Angst vor einer neuen Eskalation der Gewalt in dem zentralafrikanischen Kleinstaat, der sich noch von den Folgen des zwölfjährigen Bürgerkriegs in den 90er Jahren erholt. Erst im vergangenen Jahr hatte die letzte Rebellengruppe in Burundi endgültig das Ende ihres Kampfes erklärt.

Die Präsidenten- und Parlamentswahlen in diesem Jahr sollten Burundi stabilisieren, waren aber von Manipulationsvorwürfen überschattet. Bei den Präsidentenwahlen im August war Präsident Pierre Nkurunziza der einzige Kandidat, da die Vertreter der Opposition ihre Kandidatur zurückgezogen hatten. Auch die Parlamentswahlen Ende Juni waren von den Oppositionsparteien boykottiert worden. Agathon Rwasa, ein ehemaliger Rebellenchef und einer der wichtigsten Vertreter der Opposition in Burundi, hat das Land verlassen und erklärt, er fürchte in Burundi um sein Leben.

dpa

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