Massenschlägerei in Problemsiedlung auf Mallorca

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An der Prügelei zwischen Afrikanern und Roma haben sich immer mehr Anwohner beteiligt. (Archivbild)

Palma - Etwa 1000 Spanier und Afrikaner haben sich auf der Ferieninsel Mallorca eine Massenschlägerei geliefert.

Die spanische Polizei benötigte mehrere Stunden, die nächtlichen Auseinandersetzungen in der Inselhauptstadt Palma zu beenden. Vier Beteiligte wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Dutzende von Menschen erlitten bei der Schlägerei in der Nacht zum Freitag Prellungen und andere leichte Blessuren.

Die Auseinandersetzung hatte sich in dem als “Problemviertel“ bekannten Stadtteil Son Gotleu an einem Streit zwischen einer Roma-Familie und einem Afrikaner entzündet.

Einer Frau war nach Angaben der Polizei eine Sonnenbrille aus einem offenen Autofenster gefallen. Ein afrikanischer Passant habe die Brille aufgehoben, sich aber geweigert, sie den Insassen des Autos zurückzugeben. Dies führte zu einer Prügelei zwischen Afrikanern und Roma, an denen sich immer mehr Anwohner beteiligten.

„Hier herrscht Krieg“

Im Stadtteil Son Gotleu leben zahlreiche Zuwanderer. In letzter Zeit hatten sich dort verstärkt Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen aufgebaut.

“Hier herrscht Krieg“, sagte Ginés Quiñoner, Präsident einer Vereinigung von Bewohnern des Viertels, der Zeitung “El Mundo“. “Die Schlägerei in der vorigen Nacht war nur der Anfang.“

dpa

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