Medien: Festgenommene nicht an Mallorca-Bomben beteiligt

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Einer der Terrorismus-Verdächtigen wird am Mittwoch im französischen Corbier-Villarembert festgenommen.

Madrid - Die in Frankreich festgenommenen mutmaßlichen ETA-Terroristen sind an den Bombenanschlägen auf der spanischen Ferieninsel Mallorca möglicherweise nicht beteiligt gewesen.

Die Madrider Zeitung “El Mundo“ berichtete am Donnerstag, die Ermittler hielten es für unwahrscheinlich, dass die drei Männer die Bomben für die Mallorca-Anschläge geliefert hätten.

In den französischen Alpen waren am Mittwoch drei Verdächtige festgenommen worden, die nach Angaben des spanischen Innenministeriums den “logistischen Apparat“ der baskischen Untergrundorganisation gebildet und Terroristen mit Waffen und Sprengstoff versorgt hatten. Laut “El Mundo“ gehen die Ermittler jedoch davon aus, dass der Sprengstoff für die Mallorca-Anschläge wohl nicht von dem Trio stammte, das von dem jetzt festgenommenen Aitzol Etxaburu angeführt wurde.

Die Polizei nehme an, dass die Bomben wohl eher von Extaburus Vorgängerin Itziar Plaza geliefert worden seien, die Anfang Juli festgenommen worden war, berichtet das Blatt. Die Beamten stützten ihre Annahme darauf, dass Etxaburu seit mehreren Wochen von der Polizei beschattet worden sei.

Die ETA hatte am 30. Juli im mallorquinischen Badeort Palmanova zwei Beamte der paramilitärischen Guardia Civil (Zivilgarde) mit einem Bombenanschlag getötet. Am 9. August ließ sie auf Mallorca in verschiedenen Lokalen vier kleinere Sprengsätze detonieren. Dabei wurde niemand verletzt.

dpa

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