Blinde Passagiere

35 Menschen in Container gefunden - Mann stirbt

London - Im Hafen von Tilbury im englischen Essex ist ein Mann gestorben, der zusammen mit 30 Erwachsenen und Kindern in einem Frachtcontainer gefunden worden waren.

Viele der mutmaßlichen Flüchtlinge seien stark dehydriert und unterkühlt gewesen, sagte ein Sprecher der örtlichen Rettungskräfte britischen Medien zufolge. Nach einer medizinischen Erstversorgung seien alle Betroffenen in drei umliegende Krankenhäuser gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur PA am Samstag.

Der Container war nach ersten Ermittlungen am Freitagabend im belgischen Seebrügge auf eine Übernacht-Fähre geladen worden. Das Frachtschiff mit 64 Containern und weiterer Ladung an Bord traf am Samstagmorgen in Tilbury im Südosten Englands ein. Beim Entladen hätten Hafenarbeiter ein Klopfen gehört, hieß es. Sie fanden die ausgemergelten Insassen und verständigten die Polizei.

Woher der Container mit den blinden Passagieren stammt und wem er gehört, war zunächst unklar. Nach PA-Angaben versucht die Polizei derzeit, die Nationalität der Menschen zu klären; möglicherweise stammen sie aus Indien. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Menschen bei der Flucht in Containern erstickt, erfroren, verdurstet oder verhungert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.