Mexiko: Neue Welle der Gewalt

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Die Polizei patrouilliert an der mexikanischen Grenze bei Tijuana.

Mexiko-Stadt - In der Grenzstadt Tijuana entdeckte die Polizei die Leiche eines hohen Funktionärs der Regierung des Staates Baja California.

Die mutmaßlichen Mörder hatten den Leichnam an einer Brücke aufgehängt, nachdem sie ihn zuvor gefoltert hatten.

Unterdessen wurde im nördlichen Bundesstaat Chihuahua bei einer nächtlichen Schießerei zwischen Militärs und Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft der Mennoniten ein Soldat getötet. Zu dem Schusswechsel in der Ortschaft LeBaron war es nach Angaben der Behörden bereits in der Nacht zum Freitag gekommen. In dem Gebiet patrouillierten Einheiten der Armee, nachdem im Juli der Führer der Mennoniten, Benjamin LeBaron, ermordet worden war.

Nach Zeitungsberichten vom Sonntag sind allein am Samstag in Mexiko insgesamt 48 Menschen getötet worden, die meisten davon im Norden. Trotz des Einsatzes von mehr als 45 000 Soldaten nimmt die Zahl der Morde im Krieg der Drogenkartelle und anderer Banden nicht ab. Jeden Tag kommen zwischen zehn und über 50 Menschen ums Leben. Nach inoffiziellen Zählungen mexikanischer Medien sind seit Januar bereits mehr als 5000 Menschen ermordet worden. Im ganzen Jahr 2008 waren es nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft 6290.

dpa

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