Vor dem Millionen-Diebstahl zum Maskenbildner

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Die Verbrecher hatten dem 29-jährigen Maskenbildner erzählt, sie würden in einem Musikvideo auftreten und müssten daher anders aussehen.

London - Die Juwelen-Räuber aus London - sie schienen bei ihrem Beutezug unmaskiert zu sein, tatsächlich trugen die beiden Männer aber eine filmreife Tarnung.

Wenige Stunden vor dem größten Juwelenraub in der Geschichte Großbritanniens hatten die beiden Gangster bei einem Make-up-Spezialisten ihr Äußeres verändern lassen. Der Maskenbildner ließ ihre Gesichter mit Hilfe von flüssigem Latex altern und verpasste den Männern zudem eine andere Haarfarbe. Für die Tarnung, die sonst eher aus Hollywood-Filmen bekannt ist, hatten die beiden Männer dem Profi-Maskenbildner 450 Pfund (rund 522 Euro) gezahlt, wie britische Zeitungen am Freitag berichteten.

“Meine eigene Mutter würde mich so nicht wiedererkennen“, soll einer der Männer nach der mehrstündigen Prozedur gesagt haben. Die Verbrecher hatten dem 29-jährigen Maskenbildner erzählt, sie würden in einem Musikvideo auftreten und müssten daher anders aussehen. Der Make-up-Experte steht nun unter Polizeischutz. Die Ermittler sicherten Spuren im Studio des Maskenbildners.

Die Männer hatten in der vergangenen Woche einen Londoner Nobeljuwelier überfallen und Schmuck im Wert von 40 Millionen Pfund (rund 46 Millionen Euro) gestohlen. Auf den Bildern der Überwachungskameras war nicht zu erkennen, dass die Männer maskiert waren. Nach Erkenntnissen der Fahnder hatten die Räuber mindestens zwei Helfer, die die verschiedenen Fluchtfahrzeuge fuhren. Auf ihrer Flucht hatten sie kurz eine Verkäuferin des Juweliergeschäfts als Geisel genommen und als Warnung zwei Schüsse in den Boden abgefeuert.

dpa

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