Millionen feiern Silvester in den Metropolen

+
Silvester in Dresden.

New York - Zuerst feierte zwar Sydney in Australien den Jahreswechsel, doch auch in New York versammeln sich Tausende auf der US-Partymeile Times Square.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben mehr als eine Million Menschen auf dem New Yorker Times Square das neue Jahr begrüßt. Unter ohrenbetäubendem Jubel feierten die New Yorker und ihre Gäste die Kristallkugel, die traditionell die letzte Minute des Jahres an einer gut 23 Meter langen Stange auf dem berühmtesten Stück des Broadways herunterschwebt. Tausende Touristen hatten trotz nasskalten Wetters mehr als zwölf Stunden auf der Straße ausgeharrt, um für die berühmteste Silvesterfeier Amerikas einen Logenplatz zu haben. Popstars verkürzten mit Auftritten die Wartezeit, viele Fernsehsender übertrugen stundenlang die Party vom Times Square.

So begrüßen die Menschen das neue Jahr

So begrüßen die Menschen das neue Jahr

Die seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hohen Sicherheitsvorkehrungen waren nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit noch einmal verschärft worden. Tausende Polizisten, viele in Zivil, waren im Einsatz. Wie viele Beamte im Dienst waren, sagte die Polizei nicht. Schon gegen 14.00 Uhr war der Times Square weiträumig abgesperrt worden, Passanten mussten sich Kontrollen wie an Flughäfen unterziehen. Rucksäcke waren ebenso verboten wie größere Getränkeflaschen. Am Vortag hatte ein seit Tagen verlassener Lieferwagen mit abgehängten Scheiben für Aufregung gesorgt. Nachrichtensender übertrugen landesweit, wie Polizisten den Wagen öffneten. Er stellte sich aber als harmlos heraus. Auch am Silvesterabend berichtete die Polizei nicht über Besonderheiten.

London begrüßt 2010 mit Feuerwerk an der Themse

Mit einem großen offiziellen Feuerwerk an der Themse hat London das Jahr 2010 begrüßt. Pünktlich zu den mitternächtlichen Glockenschlägen von Big Ben stiegen die ersten Raketen vor der Kulisse des Riesenrads “London Eye“ in den Himmel. Hunderttausende Menschen hatten sich bei frostigen Temperaturen rund um den Westminister Palast und am Flussufer versammelt, um das rund zehnminütige Spektakel zu sehen. Viele hatten stundenlang ausgeharrt, um die beste Sicht zu haben.

Wegen der Zeitverschiebung wurde das neue Jahr eine Stunde später als in Deutschland eingeläutet. Schon am frühen Abend hatte sich die Innenstadt gefüllt, in den meisten Restaurants und Bars war kein Platz mehr zu bekommen. Viele Nachtschwärmer hatten sich mit Wein- oder Sektflaschen ausgestattet, bevor sie sich zum Feuerwerk aufmachten. Wer am 1. Januar schon wieder fit ist, kann sich in London ab Mittag die Neujahrsparade anschauen, bei der Bands, Tanzgruppen und Schausteller an Sehenswürdigkeiten vorbeiziehen.

Caipirinha und Konfetti: Millionen feiern in Brasilien

Millionen Menschen haben an den Stränden und auf den Straßen der brasilianischen Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo das neue Jahr 2010 begrüßt. An der weltberühmten Copacabana verfolgten rund zwei Millionen Menschen am Strand ein gigantisches 15-minütiges Feuerwerk, das von im Atlantik schwimmenden Pontons aus gezündet wurde. Menschen lagen sich in den Armen und feierten mit dem Kultgetränk Caipirinha, Live-Bands und heißen Rhythmen den Jahreswechsel. Auch in São Paulo versammelten sich in der Nacht zum Freitag schätzungsweise zwei Millionen Menschen auf der Prachtmeile Avenida Paulista.

Bei strömenden Regen tanzten sie zu Samba-Musik ins neue Jahr. Entlang der kilometerlangen Partymeile waren riesige Bildschirme installiert, auf denen die Menschen den Count-down zum neuen Jahr verfolgten. Punkt Mitternacht - deutscher Zeit 3.00 Uhr - stiegen die ersten Raketen in den Himmel von São Paulo. Auf die Feiernden ging kurz danach eine Konfetti-Regen nieder. Die Brasilianer können auch in diesem Jahr wieder dreimal Silvester feiern: Das fünftgrößte Land der Erde hat drei Zeitzonen - den Anfang macht der Süden und Südwesten, es folgt eine Stunde später der Nordosten und Osten und dann noch mal eine Stunde später der Norden.

Bunte Lichterschau am Eiffelturm 

In Paris feierten Tausende den Jahreswechsel auf den Champs-Élysées oder auf dem Trocadéro-Platz gegenüber vom Eiffelturm, der kurz vor Mitternacht bunt angestrahlt wurde. Wer die Lichterschau von einem weiter entfernten Aussichtspunkt ansehen wollte, wurde enttäuscht: Dichter Nebel verbarg den Eiffelturm weitgehend. Auf den für den Verkehr gesperrten Champs-Élysées waren etwa 200 000 Menschen unterwegs, weniger als die Hälfte als im vergangenen Jahr. Viele von ihnen hatten Sekt in Plastikflaschen dabei, da Glasflaschen aus Sicherheitsgründen verboten waren.

Die Polizei sprach von einer ruhigen Feier ohne größere Zwischenfälle. In einem Pariser Vorort erlitten bei einer Feier 65 Menschen eine Kolenstoffmonoxid-Vergiftung, sechs von ihnen schwer. Im Großraum Paris nahm die Polizei mehr als 170 Menschen fest, die meisten von ihnen wegen versuchter Brandstiftung an Autos oder dem verbotenen Zünden von Knallkörpern. Landesweit waren etwa 45 000 Polizisten im Einsatz, davon 8000 im Großraum Paris. Im vergangenen Jahr war die Zahl der abgebrannten Autos um 30 Prozent auf etwa 1150 gestiegen. Die vorläufige Zahl der diesjährigen Brandstiftungen soll am Freitag bekanntgegeben werden. Die Opposition hatte der Regierung vorgeworfen, die Zahl abgebrannter Autos aus Imagegründen zu verschleiern.

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare